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Eine »Hassliebe« – Jacques Berchtold spricht im Goethe- und Schiller-Archiv über die besondere Beziehung zwischen Goethe und Frankreich

Am Donnerstag, 2. März 2017, um 18 Uhr zeigt Jacques Berchtold im Goethe- und Schiller-Archiv, wie vielschichtig sich Goethes Verhältnis zu Frankreich im Schaffen des Dichters widerspiegelt. Berchtold ist Kurator der Ausstellung »Goethe und Frankreich«, die derzeit in Cologny (Schweiz) zu sehen ist. Die Teilnahme am Vortrag ist kostenfrei.

Als Verantwortlicher für die Opern- und Sprechtheateraufführungen sowie für die Bibliothek vermittelte Goethe in Weimar die künstlerischen Meisterwerke des französischen Geistes. Gleichzeitig finden sich in seinen Schriften, wie beispielsweise dem Theaterstück »Die natürliche Tochter«, Reflexionen über die sozialen, ethischen und politischen Zustände im damaligen Frankreich.

Berchtold geht in seinen Ausführungen zudem auf das Treffen Goethes mit Napoleon im Oktober 1808 ein, und schildert, welches Echo der »Faust« in Frankreich, unter anderem bei den Schriftstellern Eugène Delacroix und Gérard de Nerval, erfuhr.

Jacques Berchtold ist seit 2014 Direktor der Fondation/Stiftung Martin Bodmer. Als Professor für französische Literatur lehrte er viele Jahre an der Sorbonne in Paris. Die Bibliotheca Bodmeriana ist ein von Martin Bodmer (1899–1971) gestiftetes Literaturmuseum in Cologny bei Genf in der Schweiz und zählt seit 2015 zum Weltdokumentenerbe der UNESCO. Die Sammlung der Bücher, Handschriften und Autogramme Goethes in der ›Martin Bodmer Stiftung‹ ist eine der wichtigsten der Welt.

Das Bild im Anhang kann im Rahmen der aktuellen Berichterstattung und unter der Angabe »Heinrich Merté: Zusammenkunft Johann Wolfgang von Goethe und Napoleon I. Bonaparte in Erfurt, © Klassik Stiftung Weimar« kostenfrei verwendet werden.

Veranstaltungsdaten

»Goethe und Frankreich«
Vortrag von Prof. Dr. Jacques Berchtold, Cologny/Schweiz
Donnerstag, 2. März 2017 | 18 Uhr
Goethe- und Schiller-Archiv | Petersen-Bibliothek
Jenaer Str. 1 | 99425 Weimar
Der Eintritt ist frei.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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