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Expertenkommission empfiehlt Platz am Weimarhallenpark als Standort für Bauhaus-Museum

Gemeinsame Pressemitteilung der Klassik Stiftung Weimar und der Stadt Weimar

Die von Bund und Land und Stadt Weimar einberufene Expertenkommission empfiehlt den Platz am Weimarhallenpark (den sogenannten „Minolplatz“) als Standort für das zukünftige Bauhaus-Museum. Dafür sprachen sich die Sachverständigen nach sorgfältiger Abwägung aller Vor- und Nachteile aus. An diesem Standort sehen die Museums- und Stadtplanungsexperten ein größeres Optimierungspotential als am Theaterplatz.

Der Vorsitzende des Stiftungsrats der Klassik Stiftung Weimar, Kulturminister Christoph Matschie, und Weimars Oberbürgermeister Stefan Wolf danken der Expertenkommission für ihre Arbeit. Der Stiftungsratsvorsitzende unterstreicht: „Mit der Empfehlung der Sachverständigen gibt es für das Bauhaus-Museum eine klare Perspektive. Der Stiftungsrat wird daher auf der Grundlage der Empfehlungen einen Grundsatzbeschluss zum Standort noch vor der Sommerpause treffen. Über die vertragliche Finanzierungsvereinbarung mit der Stadt, das endgültige Raumprogramm für das Bauhaus-Museum und die Ausschreibung eines Architektenwettbewerbs wird der Stiftungsrat zeitnah nach der Sommerpause entscheiden.“

Die Kommission hat mit ihrer Empfehlung bessere Chancen gesehen, das Bauhaus-Museum in weitere geschichtliche Kontexte einzuordnen und damit auch gerade eine spannungsvolle Auseinandersetzung mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts zu ermöglichen. Sie verknüpfte weiterhin ihre Empfehlung mit einer Reihe von Vorschlägen, deren Umsetzung zwingend notwendig erscheinen, um das Optimierungspotential zu erreichen. Dabei soll der Standort nicht nur städtebaulich, sondern auch hinsichtlich seiner Attraktivität so verbessert werden, dass genügend Besucher angezogen werden.

Im Ergebnis empfiehlt die Kommission die Anbindung des Bauhaus-Museums an den Weimarhallenpark und damit die Erweiterung des sogenannten Minolplatzes und seines Baufeldes nach Süden. Dadurch würde, begrenzt von der Weimarhalle, dem Landesverwaltungsamt und dem künftigen Bauhaus Museum ein neuer innerstädtischer Platz entstehen, der durch eine entsprechende Wegeführung attraktiv an die innerstädtischen Zentren des Goethe- und des Theaterplatzes angebunden werden kann.

Oberbürgermeister Stefan Wolf begrüßt die Empfehlungen der Kommission ausdrücklich: „Damit wird das einstimmige Votum des Stadtrates vom 24. März 2010 bestätigt.“ Ein weitergehender Stadtratsbeschluss sei unter diesen Umständen nicht mehr erforderlich.

Diese städtebauliche Aufwertung des gesamten Areals kann nur durch eine Reihe von Maßnahmen, insbesondere durch die Änderung der bisherigen Verkehrsführung erreicht werden. Da die Investitionsmittel aus dem Sonderinvestitionsprogramm des Bundes und des Landes ausschließlich für den eigentlichen Museumsbau zur Verfügung stehen, ist es jetzt Aufgabe der Stiftung und der Stadt, sich so rasch als möglich über die Realisierung dieser städtebaulichen Maßnahmen zu verständigen. Ein entsprechender Auftrag zur Schaffung der notwendigen Rahmenbedingungen liegt dem Oberbürgermeister mit dem Stadtratsbeschluss vom 24. März 2010 vor. Auf der Grundlage dieser Vereinbarung, die auch eine finanzielle Zusage der Stadt enthalten wird, kann ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben werden.

Das vollständige Votum der Expertenkommission finden Sie hier.

Für Rückfragen stehen Ihnen Fritz von Klinggräff (3643 | 762651 und 0173 | 39633160) und Saskia Helin (03643 | 545-113 und 0172 | 79 999 59 ) zur Verfügung.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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