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Feininger und Klee ziehen um – Neugestaltetes Bauhaus-Museum öffnet

Das Weimarer Bauhaus-Museum wird bis zum 28. Februar mit mehr als 220 Exponaten neu eingerichtet. Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr mit Werken
der Bauhausmeister Lyonel Feininger, Paul Klee, Wassily Kandinsky, Johannes Itten, Georg Muche und Oskar Schlemmer die Freie Kunst. Präsentiert werden Handzeichnungen und Druckgrafiken, darunter sechs Holzschnitte von Feininger, die erstmals zu sehen sind. Die bisher im Schloßmuseum gezeigten Gemälde »Tröbsdorf« von Feininger, »Wasserpark im Herbst« von Klee und »Das große Bild XX« von Muche werden ins Bauhaus-Museum umziehen. Mit zehn Gemälden und ca. 40 Grafiken werden außerdem Studierende vorgestellt, in deren Arbeiten die Einflüsse ihrer Lehrer ebenso sichtbar werden wie die Impulse der europäischen Avantgarde. Die künstlerischen Beispiele reichen vom deutschen Expressionismus über den italienischen Futurismus und den russischen Konstruktivismus bis hin zur holländischen De Stijl-Bewegung.
Karl Peter Röhls Schlüsselwerk »Kosmische Vision mit Lichtzentren« gehört zu den Entdeckungen der Exposition, die erstmals präsentiert werden. Das Gemälde aus dem Jahr 1920 wurde im ehemaligen Wohnhaus Röhls gefunden und mit Hilfe der Fachhochschule Erfurt restauriert. Es kam als Dauerleihgabe nach Weimar und ist neben Handzeichnungen Röhls aus der gleichnamigen Stiftung, die ebenfalls erstmals gezeigt werden, zu sehen.
Zahlreiche Werkstattarbeiten, die seit 1925 den Kern der Weimarer Bauhaus-Kollektion bilden, wurden für die aktuelle Ausstellung neu geordnet. Das betrifft vor allem die herausragenden Bestände an Keramiken von Theodor Bogler und Otto Lindig sowie die Metallarbeiten von Marianne Brandt und Wilhelm Wagenfeld, die als Designklassiker des 20. Jahrhunderts teilweise bis heute produziert werden. Von Interesse sind auch die zunächst eher unscheinbaren Stoffproben in verschiedenen Materialien und Webtechniken aus der Bauhausweberei in Dessau, die zum ersten Mal in einer Ausstellung zu sehen sind. Sie verdeutlichen den Übergang von der handwerklichen Produktion künstlerischer Einzelstücke zur Entwicklung von Prototypen und Modellen für die Industrie, die am Bauhaus in Weimar bereits ab 1922 von Gropius mit seiner These »Kunst und Technik – eine neue Einheit« eingeleitet worden ist.


Bitte beachten: Ein Pressetermin findet am 27. Februar, 11 Uhr, im Bauhaus-Museum statt. Eröffnung der neugestalteten Ausstellung ist am selben Tag um 17 Uhr.
Wegen des Umbaus bleibt das Bauhaus-Museum vom 23. bis 27. Februar geschlossen.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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