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Forschungsergebnisse zur Bildung von Kalktuffen stehen im Mittelpunkt der »Dialoge mit der Erde«

Am Mittwoch, 14. November, um 19 Uhr beschäftigt sich Prof. Dr. Roman Koch im Rahmen der geo- und naturwissenschaftlichen Vortragsreihe »Dialoge mit der Erde« mit der Bildung von Kalktuffen.

Die Begriffe »Kalktuff«, »Travertin« und »Sinter« werden häufig synonym verwendet. In der Bausteinindustrie herrscht die Bezeichnung »Travertin« vor. Kalktuff wird chemisch aus Wässern ausgefällt, die reich an gelöstem Kalk sind, der wiederum meist aus umliegenden Kalksteinformationen wie Muschelkalk stammt. In der Wissenschaft bestehen seit den 1930er Jahren gegensätzliche Ansichten zu dessen Bildung – von der Annahme der anorganisch gesteuerten Kalkfällung bis hin zur Meinung, dass Mikroorganismen und Pflanzen an der Entstehung beteiligt sind. Neue Untersuchungen an Kalktuffen vom Alpenrand bis nach Thüringen lassen nun ein einheitliches Schema erkennen, das von lokalen Gegebenheiten verändert wird. Hierdurch können auch unterschiedliche Bausteinqualitäten innerhalb eines Vorkommens erklärt werden, was bei der Erschließung und Abbauplanung von Kalktuffen hilft.

Prof. Dr. Roman Koch vertritt das Lehr- und Forschungsgebiet Angewandte Sedimentologie und Bausteinforschung an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg in institutioneller Einheit mit dem Geozentrum Nordbayern.

Der letzte Vortrag in der Reihe »Dialoge mit der Erde« in diesem Jahr findet am Mittwoch, 5. Dezember, zum Thema »Wenn es Feuer regnet. Über vulkanische Glutwolken« statt.

Veranstaltungsdaten
»Die Bildung von Kalktuffen. Historische und moderne Modelle«
Vortrag von Prof. Dr. Roman Koch
Anschließend Führung und Gespräch
Mittwoch, 14. November 2012, 19 Uhr
Parkhöhle | unterirdischer Vortragssaal
Im Park an der Ilm | 99423 Weimar
(Eingang nahe dem Liszt-Haus)
Eintritt: 4,50 Euro

Besucherinformation
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