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Französische Meisterzeichnungen von der Spätrenaissance bis zum Klassizismus

Ein Panorama französischer Zeichenkunst des 17. und 18. Jahrhunderts bietet die Ausstellung »Von Callot bis Greuze«, die die Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen vom 6. März bis 8. Mai im Schloßmuseum in Weimar zeigt. Vorgestellt werden mehr als 120 Spitzenstücke aus der Goetheschen sowie der ehemaligen großherzoglichen Sammlung, die zum großen Teil erstmals zu sehen sind. Die Arbeiten von Künstlern wie Jacques Callot (1592-1635), Claude Lorrain (1604/05?-1682), Charles Le Brun (1619-1690), Antoine Watteau (1684-1721), Francois Boucher (1703-1770), Charles Natoire (1700-1777) und Jean Baptiste Greuze (1725-1805) kamen in vielen Fällen durch Erwerbungen Johann Wolfgang Goethes nach Weimar. Sie machen das von dem Dichter und seinen Zeitgenossen favorisierte Kunstverständnis anschaulich und bestechen überwiegend durch ihre hohe Qualität. Zahlreiche Blätter konnten im Vorfeld der Ausstellung neu zugeschrieben werden: So kamen unter den italienischen, flämischen und holländischen Arbeiten der Weimarer Sammlung u. a. Blätter von Jacques Bellange (vor 1575-1616), Eustache Le Sueur (1616-1655) und Michel Dorigny (1617-1665) zum Vorschein. Insgesamt zählen heute ca. 400 Zeichnungen des 17. und 18. Jahrhunderts zum Bestand der Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen. Im Katalog zur Ausstellung werden sie erstmals zusammenhängend erfaßt.
Die Schau »Von Callot bis Greuze« führt nach einem einleitenden Kapitel zum Thema »Goethe und Frankreich« sowie zur Tradition der Zeichenakademien in chronologischer Folge zu den wesentlichen Stationen und Namen französischer Zeichenkunst. Neben Arbeiten und Werk-gruppen herausragender Künstler und ihres Umfeldes sind auch Raritäten zu sehen. Darunter die offenbar einzig überlieferte Zeichnung von Joseph Vivien (1657–1734) sowie zwei Blätter von Jean-Baptiste Tierce (1737-1790), die ursprünglich ein Buch des Marquis de Sade illustrieren sollten.


Weimar ist die erste Station der Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit französischen Experten, darunter der ehemaligen Präsident des Louvre Pierre Rosenberg vorbereitet wurde. Die französischen Meisterzeichnungen werden anschließend vom 1. Juni bis 7. August in der Frick-Collection in New York sowie vom 15. März bis 30. Juni 2006 im Musée Jacquemart-André in Paris gezeigt.
Am Rande der Weimarer Schau werden auch vier französische Blätter des 19. Jahrhunderts präsentiert, die der Münchner Sammler Wilhelm Winterstein jetzt als Geschenk an die Stiftung gab. Die vier Landschaftszeichnungen stammen von Eugène Delacroix (1798 – 1863), Hippolyte Flandrin (1809-1864), Théodore Comte de Turpin de Crissé (1782-1859) und Antoine-Laurent Castellan (1772-1838). Insgesamt umfaßte die Schenkung elf deutsche und französische Arbeiten des 19. Jahrhunderts.
Der Katalog zur Ausstellung »Von Callot bis Greuze« erscheint in deutscher, englischer und französischer Ausgabe im G & H Verlag Berlin, 349,-S., 590 Abb., 36,- Euro, ISBN 3-931768-78-3.
Öffnungszeiten: 6. bis 23. März täglich außer montags von 10 bis 16 Uhr,
24. März bis 8. Mai täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr

Öffentliche Führungen: jeweils sonntags um 11 Uhr

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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