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Freundeskreis des Goethe-Nationalmuseums und Klassik Stiftung Weimar stellen Faksimiles der Rom-Karten in Goethes Gartenhaus vor

Am Samstag, 28. August 2010, 17 Uhr, stellen die Klassik Stiftung Weimar und der Freundeskreis des Goethe-Nationalmuseums die Faksimiles zweier Rom-Karten in Goethes Gartenhaus vor.

Anlässlich des 125-jährigen Jubiläums der Gründung des Goethe-Nationalmuseums und des 100-jährigen Bestehens des Freundeskreises des Goethe-Nationalmuseums hat der Freundeskreis die Finanzierung dieser Faksimiles ermöglicht. Die Originale der beiden großformatigen Rom-Karten – eine Radierung von Giuseppe Vasi, (»Prospetto d’alma città«, 1765), zusammengesetzt aus zwölf Einzelplatten und eine ebenfalls aus mehreren Platten bestehende Radierung, (»Effiges antiquae Romae«, 1561), 1773 von Carlo Losi verlegt –, mussten im März 2005 aus konservatorischen Gründen aus dem Gartenhaus entfernt werden.

Goethe hatte die Karten 1829 aus dem Haus am Frauenplan in sein Gartenhaus bringen lassen, wo er am zweiten Band der »Italienischen Reise« arbeitete. Sie dienten der Belebung seiner Erinnerung an seinen zweiten römischen Aufenthalt (von Juni 1787 bis April 1788). Dem Freund Carl Friedrich Zelter schrieb er: „Ich habe mir hier in meinem Erdsälchen das alte und neue Rom in weitsichtigen Bildern vor […] Augen gehängt und gestellt“. Auch nach Goethes Tod 1832 blieben die Bilder im Gartenhaus, bis seine Schwiegertochter Ottilie von Goethe sie aus Sicherheitsgründen 1836 in das Haus am Frauenplan bringen ließ. Als Teil der musealen Ausstattung kehrten sie nach 1918 in das »Erdsälchen« des Gartenhauses zurück. Um einer vollständigen Zerstörung durch Lichteinfall vorzubeugen, mussten sie jedoch magaziniert werden. Durch die exzellenten Faksimiles ersetzt, können sie nun wieder an ihrem angestammten Ort den Besuchern aus aller Welt zugänglich gemacht werden.

Besonderer Dank gilt dem GRASSI Museum Leipzig, dessen gut erhaltenes Exemplar der Rom-Karte von Giuseppe Vasi als Vorlage für das ausgestellte Faksimile diente.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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