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Gemeinsame Pressemitteilung von Stadt und Stiftung zum Stand der Planungen für die Umfeldgestaltung des bauhaus museums weimar

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

anbei senden wir Ihnen eine gemeinsame Pressemitteilung von Stadt und Stiftung zum Stand der Planungen für die Umfeldgestaltung des bauhaus museums weimar.

Viele Grüße,
Julia Glesner und Franz Löbling

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Neubau des bauhaus museums weimar stellt aufgrund  des Standorts eine besondere Herausforderung mit hohem Potenzial für die Umfeldgestaltung dar. An der Schnittstelle zwischen dem denkmal-geschützten Weimarhallenpark, der Nord-Süd-Achse zwischen Haupt-bahnhof und Innenstadt sowie der unmittelbaren Nachbarschaft zum ehemaligen Gauforum (jetzt Landesverwaltungsamt) entsteht das Museum an einem historisch wie architektonisch und städtebaulich heterogenen Ort. Erste Aufgabe der Freiraumgestaltung ist es, das Museum sinnvoll  in den städtebaulichen Kontext einzuordnen. Wichtig ist zum einen die Anbindung an den Park, zum anderen das Herauslösen aus dem Schatten des Gauforums unter sensibler Berücksichtigung der Historie. 

Über eine Arbeitsgruppe, in der neben den beteiligten Bauherren (Stadt und Klassik Stiftung), den Architekten und Landschaftsarchitekten auch Historiker, Museologen, Vertreter des Wissenschaftlichen Beirats der Stiftung und Stiftungsratsmitglieder mitarbeiteten, wurde die Aufgabenstellung für die Freiraumgestaltung präzisiert und ergänzt. Gefordert wurde eine urbanere Haltung und die Auseinandersetzung mit der Historie des Ortes.

Es folgte ein intensiver Abstimmungsprozess zwischen der Klassik Stiftung als Bauherrin des bauhaus museums weimar, den Vertretern ihres wissenschaftlichen Beirates, den beteiligten Architekten und dem von der Stadt Weimar berufenen Projektbeirat: Als grundlegend angesehen wurde eine repräsentative Gestaltung mit Orten zur Begegnung und Kommunikation für Jung und Alt, zum Promenieren und Verweilen, für festliche Aktivitäten sowie Möglichkeiten zur Erweiterung des Museumskonzepts in den Außenraum. Sitzmöglichkeiten, charakteristische großkronige und lichtdurchlässige Gehölze und ein Trinkbrunnen bilden nach dem jetzigen Arbeitsstand zentrale Anziehungspunkte auf dem »Platz im Platz«.

Die Schaffung eines stufenlosen und damit barrierearmen Zugangs (in Teilbereichen barrierefrei) zum Weimarhallenpark auf der West- und Ostseite des Museums geht auf die gemeinsam aufgestellten Forderungen der Stadt und Klassik Stiftung zurück.  Auf Grund der großen Höhenunterschiede geht wirtschaftlich und gestalterisch nur vertretbar die vom Büro Vogt entwickelte Lösung »Hohlweg«.  Die vielfältigen funktionalen Anforderungen an den Freiraum und speziell an einen solchen Weg wurden unter Einbeziehung aller Planungen bedacht. Dabei spielen sowohl die Beleuchtung als auch die Unterhaltung und Sicherheit für eine möglichst komfortable Nutzung eine große Rolle.

Grundsätzlich achtet die Stadt als Auftraggeberin und nachfolgend als Unterhaltungspflichtige neben der ästhetischen Gestaltung auf Funktionalität. Zur Funktionalität gehört bekanntermaßen auch die Nachhaltigkeit einer Investition. Eine ausgewogene Balance zwischen Gestaltungsanspruch, den Nutzungs- und Unterhaltungsansprüchen zeichnet eine gute Planung aus. Deshalb wurde in Abstimmung mit der Klassik Stiftung das Thema »Wasserbecken« schon im Vorfeld der Planung als nicht umsetzbar angesehen und war auch während der gesamten Überarbeitung des Freiraumkonzeptes kein Gegenstand der Planungen mehr.

Zur Materialauswahl wurde vom Planer eine Kombination von gefärbten Asphalt und Naturstein vorgeschlagen. Gerade im Hinblick auf die vielfältigen Nutzungsansprüche eignet sich der Asphalt als modernes Element wegen seines ruhigen und hochwertigen Charakters und der vielseitigen Gestaltungsmöglichkeiten in Textur und Farbe. Das Material Dolomit als mineralisches Gestein für die Oberfläche »Platz im Platz« wurde aufgrund seiner Varianz und Lebendigkeit vorgeschlagen. Durch die geflammte Oberfläche der Platten wird eine natürliche Haptik erzeugt, die einen Gegensatz zu der Orthogonalität der Platten formuliert.

Die nun vorliegende Planung wurde sowohl in den Gremien der Stadt als auch in denen der Klassik Stiftung präsentiert und diskutiert. Sie ist das Ergebnis eines langen Entwicklungsprozesses und findet die Zustimmung aller Beteiligten.

Materialauswahl und viele weitere Detailfragen können im weiteren Planungsprozess unter allen Beteiligten abgestimmt werden.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Finke                         Dr. Julia Glesner
Stadt Weimar                   Klassik Stiftung Weimar

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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