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Gerda Henkel Stipendien für Ideengeschichte vergeben

Deutsches Literaturarchiv Marbach, Klassik Stiftung Weimar, Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel und Gerda Henkel Stiftung unterstützen Forschungen zu Bibliotheksbeständen

Zum ersten Mal haben das Deutsche Literaturarchiv Marbach, die Klassik Stiftung Weimar und die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel in Zusammenarbeit mit der Gerda Henkel Stiftung die "Gerda Henkel Stipendien für Ideengeschichte" vergeben. Das Programm unterstützt Doktoranden und Postdoktoranden, die zu Quellenbeständen einer der drei Bibliotheken forschen und dabei einen ideengeschichtlichen Ansatz wählen. Die Bewilligungen sind zeitlich befristet und dienen dem Aufenthalt an den beteiligten Forschungseinrichtungen. Die Wahl der Kommission fiel auf vier junge Geisteswissenschaftlerinnen und Geisteswissenschaftler aus Bielefeld, Hamburg, Bochum und Berkeley (USA).


Der US-amerikanische Historiker Eliah M. Bures (Berkeley) erhält für sein Vorhaben "The Politics of Friendship and the German Crisis of Modernity: Hannah Arendt, Ernst Jünger and Siegfried Kracauer" ein dreimonatiges Doktorandenstipendium. Mit einem Postdoktorandenstipendium von zwei Monaten wird Dr. Galina Potapova (Hamburg) für ihr Thema "Die konservative Revolution und das Faszinosum der ,Russischen Seele'" ausgezeichnet. Im Zentrum ihrer auf Materialien des Piper-Verlagsarchivs basierenden Untersuchung stehen Arthur Moeller van den Bruck, Oswald Spengler und Elisabeth ("Less") Kaerrick. Dem Projekt "Das wandelbare Verhältnis zum Gewesenen: Beobachtungen im Umgang mit alten Handschriften" widmet sich der Bielefelder Historiker Mario Wimmer während eines viermonatigen Doktorandenstipendiums. Alle drei Arbeiten beziehen sich auf Archivstücke des Deutschen Literaturarchivs Marbach. Dagegen erarbeitet Hiram Kümper (Bochum) an der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel während eines Postdoktorandenstipendiums (drei Monate) unter dem Titel "Geschundene Körper -- gestörte Seelen -- verletzte Ehre" einen Beitrag "zu einer Ideengeschichte der sexuellen Integrität zwischen ausgehendem Mittelalter und Sattelzeit".

Die Kommission würdigt mit ihrer Entscheidung die inhaltliche Bedeutung und Relevanz des jeweiligen Bezugs zu den Beständen. Mit den Stipendien ist die Möglichkeit verbunden, die während des Aufenthalts gewonnenen Forschungsergebnisse in der "Zeitschrift für Ideengeschichte" zu veröffentlichen. Die drei Archive und Forschungsbibliotheken geben die vierteljährlich erscheinenden Hefte seit Februar 2007 gemeinsam heraus.

*Kontakt/Pressestellen:*
*Klassik Stiftung Weimar: *Dr. Julia Glesner, Burgplatz 4, 99423 Weimar,
Tel.: 03643/545104, E-Mail: julia.glesner@klassik-stiftung.de, svdmzweb01.klassik-stiftung.de

Gerda Henkel Stiftung: Dr. Sybille Wüstemann, Malkastenstraße 15, 40211 Düsseldorf, Tel.: 0211/9365240, E-Mail: wuestemann@gerda-henkel-stiftung.de
www.gerda-henkel-stiftung.de

Deutsches Literaturarchiv Marbach: Christiane Dätsch, Schillerhöhe 8-10,
71672 Marbach am Neckar, Tel.: 07144/848113, E-Mail: presse@dla-marbach.de,
www.dla-marbach.de

Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel: Dr. Anne Tilkorn, Lessingplatz 1,
38304 Wolfenbüttel, Tel.: 05331/808213, E-Mail: tilkorn@hab.de, www.hab.de

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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