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Goethe als Gesteinsexperte – Thomas Schmuck spricht über Vorstellungen zur Erdgeschichte im 18. Jahrhundert

Am morgigen Dienstag, 27. Februar, findet um 19 Uhr in der Parkhöhle im Park an der Ilm der nächste Vortrag in der Reihe »Dialoge mit der Erde« statt. Thomas Schmuck gibt einen Einblick in Goethes geowissenschaftliche Studien und die im 18. Jahrhundert gängigen Theorien zum inneren Aufbau der Erde.

In kaum einer anderen Epoche wurden so begeistert Mineralien, Gesteine und Fossilien gesammelt wie in der Goethezeit. Entstehung, Aufbau und Alter der Erde waren Fragestellungen von allgemeinem Interesse und Ausgangspunkt häufig kontrovers geführter Debatten, die auch in jährlich erschienenen Monographien ihren Niederschlag fanden. Allein in Goethes Privatbibliothek finden sich rund 400 einschlägige Titel zu den Themen Bergbau, Mineralogie, Geologie, Paläontologie, Gemmologie und Kristallographie. Seine aus dieser Lektüre gewonnenen Kenntnisse machten Goethe nicht nur zu einem scharfen Kritiker ihm schlecht begründeter oder absurd erscheinender Konzepte. Sie ermöglichten ihm auch, die eigene bedeutende petrographische Sammlung systematisch auszubauen und nach erdgeschichtlichen Gesichtspunkten zu ordnen.

Thomas Schmuck, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Klassik Stiftung Weimar, ist federführend am interdisziplinären Forschungsprojekt »Parerga und Paratexte – Wie Dinge zur Sprache kommen; Praktiken und Präsentationsformen in Goethes Sammlungen« beteiligt.

Der nächste Vortrag in der Reihe »Dialoge mit der Erde« findet am 27. März 2018 statt. Jussi Baade, Friedrich-Schiller-Universität Jena, spricht über durch den Menschen verursachte Bodenerosionen im Kruger National Park, Südafrika.

Veranstaltungsdaten
»Bildungsepoquen der Welt« – Vorstellungen über Aufbau, Alter und Geschichte der Erde in der  Goethezeit
Dienstag, 27. Februar| 19 Uhr
Parkhöhle | unterirdischer Vortragssaal
Eingang: nahe Liszt-Haus und Mensa der Bauhaus-Universität
Im Park an der Ilm| 99423 Weimar
Eintritt: 4, 50 Euro
Teilnehmerzahl begrenzt | Anmeldung erbeten unter 03643 545 387

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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