Zurück zur Übersicht

Goethe- und Schiller-Archiv setzt Reihe seiner Schätze-Ausstellungen mit jüngsten Zugängen des Hauses fort

Ab Montag, 12. November 2012, zeigt das Goethe- und Schiller-Archiv unter dem Titel »Von Faust bis Thomas Mann« die zweite Folge seiner Ausstellungsreihe »Schätze des Goethe- und Schiller-Archivs«. Die neue Präsentation auserlesener Handschriften aus dem mehr als fünf Millionen Blatt zählenden Bestand des Archivs berücksichtigt vor allem jüngste Zugänge des Hauses. Die Originale können in den historischen Schaukästen im Mittelsaal des 1896 eingeweihten ältesten deutschen Literaturarchivs bewundert werden.

Das thematische Spektrum der kleinen Schau reicht von Exponaten aus der Zeit der Weimarer Klassik bis hin zu Kunst und Literatur des 20. Jahrhunderts. Eigenhändige Versskizzen Goethes und Schillers stehen neben Handschriften aus dem geselligen Umfeld des Weimarer Musenhofes (etwa einem »Tiefurter Spaß«), Herders Konzept »Über den Ursprung der Sprache« und einem Brief Arnims an seinen Verleger. Auch naturwissenschaftliche Niederschriften sind vertreten, so ein Zirkular Alexander von Humboldts über Galvanismus. Erneut zeigt das Archiv auch Schätze aus den Beständen Friedrich Nietzsche und Franz Liszt. Ein Notenmanuskript, das seit mehr als 100 Jahren als verschollen galt und 2011 überraschenderweise auf dem Autographenmarkt aufgetaucht ist, kann in der Ausstellung zum ersten Mal besichtigt werden. Aus Nietzsches Nachlass ist ein Typoskript zu sehen, das der fast erblindete Philosoph in seine berühmte »Schreibkugel« getippt hat. Schließlich erwarten Besucher die Akte Richard Dehmel aus der Deutschen Schillerstiftung, zwei Handzeichnungen der Weimarer Maler Walther Klemm und Alexander von Szpinger sowie das Manuskript der Rede Thomas Manns zum 200. Geburtstag Goethes.

Die Ausstellungsreihe »Schätze des Goethe- und Schiller-Archivs« geht zurück auf die Wiedereröffnung des Hauses nach zweijähriger aufwendiger Sanierung und Erweiterung im Juli 2012. Zu diesem Anlass präsentierte das Goethe- und Schiller-Archiv ausgewählte Glanzstücke, u.a. Handschriften von Goethe, Schiller, Herder und Wieland sowie Briefe von Mozart und Beethoven. Die Schau war vom 5. Juli bis zum 4. November 2012 zu sehen und zählte mehr als 9.800 Besucher.

Ausstellungsdaten
Schätze des Goethe- und Schiller-Archivs
Folge II: Von Faust bis Thomas Mann
12. November 2012 bis 1. März 2013 | Mo–Fr 10–18 Uhr
Goethe- und Schiller-Archiv | Mittelsaal
Hans-Wahl-Straße 4 | 99425 Weimar

Der Eintritt ist frei.

Besucherinformation
Stand der Klassik Stiftung Weimar in der Tourist-Information
Markt 10 | 99423 Weimar
Tel +49 (0) 3643 | 545-400
Fax +49 (0) 3643 | 41 98 16
info@klassik-stiftung.de
svdmzweb01.klassik-stiftung.de

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

Der Internetauftritt der Klassik Stiftung Weimar verwendet Cookies, um Ihnen einen optimalen Service zu bieten. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden. Zur Datenschutzerklärung

Verstanden