Zurück zur Übersicht

Im Nordpavillon der Orangerie Belvedere ziehen wieder Pflanzen ein

Im Nordpavillon der Orangerie Belvedere fallen in dieser Woche nach mehrmonatigen Restaurierungsarbeiten die ersten Gerüste. Mit dem Wiedereinzug der Kübelpflanzen für das Winterhalbjahr, der jetzt beginnt, schließt die Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen hier eine weitere Etappe bei der dringend notwendigen Sanierung der denkmal- geschützten Orangerieanlage ab. Bis Ende Oktober sollen noch Restarbeiten an der Fassade folgen. Der Nordpavillon wird sich dann mit ockerfarbenem Anstrich und orangerot eingefaßten Fenstern in der Fassung aus der Zeit um 1820 präsentieren. Nach altem Vorbild und unter weitgehender Erhaltung originaler Substanz wurden Glaskuppel und Fenster restauriert, außerdem das Dach einschließlich Tragwerk erneuert, die Natursteinmauern und die Fassade instandgesetzt. Die rund 350 000 Euro, die dafür aufgewendet werden mußten, sind Fördermittel des Bundes und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.
Letztere finanzierte ein Forschungsprojekt zur Entwicklung und Anwendung historischer Putze. Den im Ergebnis entstandenen, gipshaltigen Kalkputz, wie
er im Barock verwendet wurde, setzte die Stiftung nicht nur in der Orangerie Belvedere, sondern bereits bei der Restaurierung des Rokokoschlosses in Dornburg ein.
Auch bei der weiteren Sanierung der Orangerie, für die noch einmal rund vier Millionen Euro gebraucht werden, wird die Stiftung auf die Hilfe Dritter angewiesen sein. So ist die Finanzierung für die noch ausstehenden Arbeiten am Nordflügel, am Neuen und am Krummen Haus, am Südpavillon sowie am Gärtnerwohnhaus noch völlig offen. Die Rekonstruktion des im Februar dieses Jahres wiedereröffneten Langen Hauses der Orangerie wurde ebenfalls ausschließlich durch Fördermittel des Bundes, des Landes und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt finanziert.
Die zwischen 1739 und 1753 erbaute Belvederer Orangerie zählt als
Teil des Ensembles »Klassisches Weimar« zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Sie erlebte ihre Blütezeit unter Großherzog Carl August, der zusammen
mit Goethe hier botanische Studien betrieb. Der zu jener Zeit herausgegebene
und für seine Vielfalt weithin bekannt gewordene »Hortus Belvederanus« verzeichnete rund 7900 Pflanzenarten, auf die auch der heutige Bestand zurückgeht.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

Der Internetauftritt der Klassik Stiftung Weimar verwendet Cookies, um Ihnen einen optimalen Service zu bieten. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden. Zur Datenschutzerklärung

Verstanden