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»Im Schatten der Titanen« – Peter-Henning Haischer spricht über Amalie von Helvig

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Am Mittwoch, 17. September, um 18 Uhr spricht Dr. Peter-Henning Haischer, Jena, im Goethe- und Schiller-Archiv über die Dichtungen Amalie von Helvigs (1776–1831), geborene von Imhoff. Der Vortrag setzt die gemeinsame Reihe »Im Schatten der Titanen – Literarische Texte der Weimarer Goethe-Zeit« der Freundesgesellschaft des Goethe- und Schiller-Archivs und der Gesellschaft Anna Amalia Bibliothek fort.

Peter-Henning Haischer blickt in seinem Vortrag auf das Leben und Schaffen einer der am wenigsten bekannten Dichterinnen im Umfeld Schillers und Goethes. Caroline Schlegel (1763–1809) hielt das Hauptwerk Amalie von Helvigs, das Versepos »Die Schwestern von Lesbos«, für »eben weiter nicht viel als ein Rudel Hexameter.« Schiller hingegen veröffentlichte es in seinem »Musenalmanach«, nachdem Goethe es einer genauen Revision unterzogen hatte. Mehrere Einzelausgaben und Nachdrucke belegen die Beliebtheit des Werks bei Zeitgenossen. Später schreibt Amalie von Helvig Erzählungen und Gedichte im romantischen Stil und avanciert für kurze Zeit zu einer der wichtigsten Berliner Salondamen, bevor sie schließlich in Vergessenheit gerät. Seit über hundert Jahren sind Amalie von Helvigs Hauptwerke nicht mehr im Buchhandel erhältlich.

Peter-Henning Haischer studierte neuere deutsche Literaturwissenschaft, Geschichte und Musikwissenschaft in Freiburg im Breisgau, war Mitarbeiter im Sonderforschungsbereich 482 »Ereignis Weimar-Jena. Kultur um 1800« an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und wurde dort mit einer Arbeit über Christoph Martin Wieland promoviert. Seit 2008 ist er Mitarbeiter der Arbeitsstelle Wieland-Edition an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und im Wielandgut Oßmannstedt.

Veranstaltungsdaten
»Amalie von Helvig, geb. von Imhoff: Dichtungen«
Vortrag von Dr. Peter-Henning Haischer, Jena
Mittwoch, 17. September 2014 | 18 Uhr
Goethe- und Schiller-Archiv | Petersen-Bibliothek
Hans-Wahl-Straße 4 | 99425 Weimar
Der Eintritt ist frei.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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