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Jubiläumsausstellung "Das Bauhaus kommt aus Weimar" erreicht 66.720 Besucher

Überwältigende internationale Medienresonanz

Überwältigende internationale Medienresonanz

Heute, am 05. Juli 2009, beendet die Klassik Stiftung Weimar ihre Hauptausstellung zum Bauhaus-Jahr 2009 "Das Bauhaus kommt aus Weimar". In knapp vierzehn Wochen zählte die auf die fünf Ausstellungsorte Bauhaus-Museum, Schiller-Museum, Goethe-Nationalmuseum, Neues Museum und Haus am Horn verteilte Ausstellung bis zum 1. Juli 2009 66.720 Besucher.
Im Einzelnen wurden in den fünf dezentralen Ausstellungsorten bis zum 1. Juli folgende Besuchszahlen registriert:
Bauhaus-Museum: 30.181
Schiller-Museum: 15.887
Goethe-Nationalmuseum: 26.510
Neues Museum: 29.483
Haus am Horn: 16.720

Die Besucher der letzten Öffnungstage der Ausstellung sind in dieser Statistik naturgemäß noch nicht enthalten. Die von der Thüringer Tourismus GmbH gemeinsam mit der ImPuls-Region Erfurt-Weimar-Jena entwickelten bauhaus cards werden für die neun großen Bauhaus-Ausstellungen in Erfurt, Weimar, dem Weimarer Land und Jena angeboten. Neben dem Eintritt in die jeweilige Ausstellung ihrer Stadt ermöglichen die Karten am Folgetag bis 18 Uhr den kostenfreien Eintritt in über 60 weitere Thüringer Tourismusattraktionen. Rund 8.000 der bauhaus card Weimar sind in diesen Einrichtungen eingesetzt worden. Dabei standen die stiftungseigenen Einrichtungen wie das Gartenhaus Goethes und das Schlossmuseum an erster Stelle. Das Glockenmuseum Apolda ist noch vor der Toskana Therme die am häufigsten besuchte Einrichtung, die nicht zur Klassik Stiftung gehört. Laut Thüringer Landesamt für Statistik sind bereits im April 4000 zusätzliche Übernachtungsgäste in Weimar gezählt worden.

Die Jubiläumsausstellung trat unter einem programmatischen Titel auf: Sie wollte vermitteln, dass das Bauhaus eine Weimarer Erfindung ist, auch wenn in Dessau und Berlin die im Bereich der Architektur einschlägigen Werke zu finden sind. "Das Bauhaus kommt aus Weimar" versammelte rund 1200 Exponate. Die Besucherzahlen wie auch die überwältigende nationale und internationale Medienresonanz zeigen, dass der Ursprungsort des Bauhauses durch diese Ausstellung einer breiten Öffentlichkeit bewusst geworden ist. Mit ihrem Jahresthema 2009 wollte die Klassik Stiftung ursprünglich auf die Notwendigkeit eines neuen Bauhaus-Museums in Weimar hinweisen. Mit dem Sonderinvestitionsprogramm, das Bund und Land als Masterplan "Kosmos Weimar" 2008 beschlossen, haben die Planungen für dieses Museum begonnen. Für den 15. Juli 2009, den Termin der nächsten Stiftungsratsitzung, wird die Entscheidung über den Standort des neuen Bauhaus-Museums erwartet.

"Das Bauhaus kommt aus Weimar" zeigte bekannte und unbekanntere Facetten des frühen Bauhauses, darunter als einen Höhepunkt die Arbeiten aus den Werkstätten der Schule, die besonders das Neue Museum zum Publikumsmagnet werden ließen. In den Werkstätten wurde nach expressiven Anfängen der Übergang zum Design vollzogen. Meisterwerke freier Kunst der berühmten Bauhaus-Meister wie auch Maßstab setzende und innovative Bühnenprojekte und Experimente, die im Zusammenhang mit der Bühnenwerkstatt des Bauhauses entwickelt wurden, wurden gezeigt. Höhepunkte waren Spitzenwerke aus internationalen Sammlungen, darunter Leihgaben aus dem Museum of Modern Art und dem Metropolitan Museum in New York. Das Bauhaus-Archiv in Berlin hat das Projekt in besonderem Maße mit Leihgaben unterstützt, ebenso die Theaterwissenschaftliche Sammlung der Universität zu Köln und das Zentrum Paul Klee in Bern.

Auf ein großes Interesse der Besucher stieß der im Bauhaus-Museum gezeigte Einführungsfilm über das historische Umfeld, aus dem das Bauhaus hervorging. Die Weimarer Produktionsfirma Ostlicht, wissenschaftlich beraten durch die Klassik Stiftung, machte mit diesem Film nicht zuletzt sichtbar, warum das Bauhaus in Weimar nicht dauerhaft Wurzeln schlagen konnte, sondern stattdessen schon 1925 nach Dessau vertrieben wurde. Der Film war bereits vor dem Abschluss der Ausstellung international gefragt. So wird das niederländische Kultusministerium ihn für Prüfungen an Gymnasien verwenden. Zugleich wird Professor Liz Bachhuber ihn auf eine Exkursion mit Studierenden nach Chicago mitnehmen, wo er im Rahmen einer Bauhaus-Ausstellung gezeigt werden wird.

Mit der vom 02. August bis zum 11. Oktober 2009 gemeinsam mit der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora gezeigten Ausstellung "Franz Ehrlich. Ein Bauhäusler in Widerstand und Konzentrationslager" im Neuen Museum geht das Bauhaus-Jahr in der Klassik Stiftung weiter. Gemeinsam mit der Universität Erfurt zeigt die Klassik Stiftung im Bauhaus-Museum eine Schau über die mediale Wirkung des Bauhauses. Sie trägt den Titel "Das Bauhaus am Kiosk. Die neue Linie 1929-1943" und fokussiert die zwischen 1929 und 1943 im Leipziger Beyer-Verlag erschienene Zeitschrift »die neue linie« als die herausragende Lifestyle-Illustrierte ihrer Zeit.

Zahlreiche Exponate aus der Weimarer Ausstellung "Das Bauhaus kommt aus Weimar" sind ab dem 21. Juli 2009 im Martin-Gropius-Bau zu sehen. Gemeinsam mit dem Bauhaus-Archiv Berlin und der Stiftung Bauhaus Dessau eröffnet die Klassik Stiftung die bisher größte Ausstellung zum Thema unter dem Titel "Modell Bauhaus".

Zur Vorbereitung dieser und anderer Ausstellungen bleiben das Bauhaus-Museum vom 06. Juli bis zum 15. August, das Goethe-Nationalmuseum vom 06. Juli bis zum 27. August, das Schiller-Museum vom 06. Juli bis zum 24. September und das Neue Museum vom 06. Juli bis zum 01. August geschlossen.

Die Ausstellungs-Webseite www.das-bauhaus-kommt.de informiert ab morgen, 07. Juli 2009, über die kommenden Bauhaus-Ausstellungen 2009 und die Planungen zum neuen Bauhaus-Museum Weimar. Auch enthält sie das Ausstellungsarchiv von "Das Bauhaus kommt aus Weimar" u.a. mit Fotografien des Weimarer Fotografen Jens Hauspurg.

Informationen zu den Bauhaus-Ausstellungen und Veranstaltungen der ImPuls-Region Erfurt-Weimar-Jena:
www.bauhaus2009.de

Informationen zum Masterplan "Kosmos Weimar": svdmzweb01.klassik-stiftung.de/stiftung/presse/kosmos-weimar.html

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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