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Klassik Stiftung erwirbt mit Hilfe der Fielmann AG kostbare Münzteller und Zeichnungen von Bernhard Neher

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Dank großzügiger finanzieller Unterstützung durch die Fielmann AG konnte die Weimarer Kunstgesellschaft – von Cranach bis Rohlfs e.V. zwei kostbare Münzteller sowie zwei seltene Zeichnungen von Bernhard Neher (1806–1886) für die Graphischen Sammlungen der Klassik Stiftung Weimar ankaufen.

Die beiden Teller, die insgesamt 78 Silbermünzen aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert zeigen, fertigte der Weimarer Hofjuwelier Theodor Müller auf Wunsch von Obergeneralarzt Dr. Karl Witte (1862–1942) an.

Karl Witte ließ erstmals 1909 Münzen aus der Sammlung seines Vaters Friedrich Witte (1830–1906) von Theodor Müller zu einem Teller verarbeiten, der insgesamt 47 Münzen umfasste und mit 40 cm Durchmesser 1,7 kg wog. Den Auftrag zu einem kleineren Teller erteilte Witte 1924 anlässlich des zehnjährigen Gedenktages der deutschen Kriegserklärung vom 1. August 1914 ebenfalls an den Weimarer Hofjuwelier. Beide Stücke demonstrieren sowohl die Sammelleidenschaft der Familie Witte als auch das handwerkliche Können des renommierten Weimarer Juwelierhauses Müller, das sich zu der Zeit in der Schillerstraße 5 befand und seit 1901 die Söhne Hans und Wilhelm Müller führten.

Bei den beiden Graphiken handelt es sich um Zeichnungen mit Motiven aus dem Bildprogramm des Schillerzimmers und der Goethe-Galerie im Weimarer Stadtschloss, die die Graphischen Sammlungen der Klassik Stiftung im Februar 2017 als Schenkung der Weimarer Kunstgesellschaft – von Cranach bis Rohlfs e.V. entgegen nehmen konnten.

Bernhard Neher studierte unter anderem bei Peter Cornelius (1783–1867) an der Kunstakademie in München. Nach einem vierjährigen Studienaufenthalt in Rom erwarb er sich durch die Fresko- Darstellung Einzug Ludwig des Bayern am Isartor in München große Anerkennung und legitimierte sich als Historienmaler. 1836 folgte er einem Ruf nach Weimar und übernahm im Großherzoglichen Residenzschloss die Ausgestaltung des Schillerzimmers; später wirkte er maßgeblich an der Ausmalung der Goethegalerie mit. Auf beide Aufträge beziehen sich die jetzt erworbenen Zeichnungen.

Die erste ist eine Vorzeichnung zum Bildprogramm für die Darstellung der Verschwörung desFiesco zu Genua im Schillerzimmer, die zweite Zeichnung verbildlicht Goethes Ode Meine Göttin. Beide Zeichnungen ergänzen und bereichern den bereits in den Graphischen Sammlungen vorhandenen Bestand an Zeichnungen, Studien und Entwürfen von Bernhard Neher zu den Dichterzimmern im Weimarer Stadtschloss.

Mit der Fielmann AG konnte die Weimarer Kunstgesellschaft – von Cranach bis Rohlfs e.V. einen kompetenten und zuverlässigen Partner für den Ankauf von Kunst- und Kulturgütern für die Klassik Stiftung Weimar gewinnen. Das Unternehmen engagiert sich seit Jahren unter seinem Gründer und Mehrheitsaktionär Günther Fielmann unter anderem in den Bereichen Natur-und Umweltschutz, in der Medizin und Forschung sowie im Ökolandbau und in der Denkmalpflege. Darüber hinaus unterstützt die Fielmann AG Stadt- und Heimatmuseen, Kreis- und Stadtarchive, Geschichts- und Fördervereine regionaler Sammlungen sowie Kulturinstitutionen vielfältigster Ausrichtung mit großzügigen Schenkungen.

Weitere Informationen zum gesellschaftlichen Engagement der Fielmann AG

Weitere Informationen zur Weimarer Kunstgesellschaft – von Cranach bis Rohlfs e.V.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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