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Klassik Stiftung lädt zur Tagung »Hans Wahl im Kontext. Weimarer Kultureliten im Nationalsozialismus« am 28. und 29. November 2014

Die Klassik Stiftung Weimar lädt am 28. und 29. November 2014 zu einer Tagung ein, die das institutionell-politische Handeln zentraler Akteure im Weimarer Kulturbetrieb während des Nationalsozialismus in den Blick nimmt. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Hans Wahl. Die Tagung mit dem Titel »Hans Wahl im Kontext. Weimarer Kultureliten im Nationalsozialismus« findet im Goethe-Nationalmuseum statt und richtet sich insbesondere auch an die städtische Öffentlichkeit in Weimar. In einem wissenschaftlichen Podiumsgespräch am Freitag, 28. November, um 18 Uhr diskutieren Christian Jansen, Inhaber des Lehrstuhls für Neuere Geschichte an der Universität Trier, Volkhard Knigge, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, und Hellmut Seemann, Präsident der Klassik Stiftung Weimar, über verschiedene Aspekte der Erinnerungskultur. Die Abschlussdiskussion am Samstag, 29. November, um 11 Uhr wiederum lädt alle Teilnehmer und Gäste zu einem offenen Meinungsaustausch ein. Sie wird von Henry Bernhard, Landeskorrespondent des Deutschlandradio in Thüringen, moderiert. Gäste sind herzlich willkommen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Debatte über die gesellschaftliche Rolle geistig-kultureller Eliten im Nationalsozialismus wird bereits seit einiger Zeit geführt, sie ist jedoch längst nicht abgeschlossen. Deutlich macht dies auch eine aktuelle lokale Diskussion um die angemessene Erinnerung an einen der herausragenden Repräsentanten der Weimarer Kultureliten im 20. Jahrhundert: Hans Wahl, Direktor des Goethe-Nationalmuseums seit 1918 und des Goethe- und Schiller-Archivs seit 1928 bis zu seinem Tode 1949. Seine Handlungsweisen sollen im Rahmen der von der Klassik Stiftung veranstalteten Tagung exemplarisch rekonstruiert und historisch angemessen kontextualisiert werden. Inhaltlich und methodisch schließen die Vorträge dabei an die in der Eliten-, Täter- und Mitläuferforschung etablierte vergleichende Reflexion über Handlungsspielräume und -optionen in der Zeit des Nationalsozialismus an.

Mit Beiträgen von Andrea Albrecht, Universität Stuttgart, Holger Dainat, Universität Bielefeld, Paul Kahl, Universität Göttingen, Ralf Klausnitzer, Humboldt-Universität zu Berlin, Jens Schley, Wels (Österreich), Alexandra Skowronski, Universität Stuttgart, Burkhard Stenzel, Weimar, Gerda Wendermann, Klassik Stiftung Weimar, und W. Daniel Wilson, Royal Holloway University of London.

Tagungsdaten
»Hans Wahl im Kontext. Weimarer Kultureliten im Nationalsozialismus«
28. und 29. November 2014
Goethe-Nationalmuseum | Festsaal
Frauenplan 1 | 99423 Weimar

Tagungsleitung: Franziska Bomski, Rüdiger Haufe
E-Mail: franziska.bomski@klassik-stiftung.de
Tel.: 03643-545-570

Wissenschaftliches Podiumsgespräch
»Vergangenheit – Aufarbeitung – Gegenwart«
mit Christian Jansen, Volkhard Knigge und Hellmut Seemann
Freitag, 29. November | 18 Uhr 
Herzogin Anna Amalia Bibliothek | Studienzentrum
Platz der Demokratie 4 | 99423 Weimar

Abschlussdiskussion
Moderation: Henry Bernhard, Deutschlandradio/Landeskorrespondent Thüringen Goethe-Nationalmuseum | Festsaal
Frauenplan 1 | 99423 Weimar

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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