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Klassik Stiftung setzt Kassengewölbe auf dem Jakobskirchhof instand

Am kommenden Montag, 7. September, beginnt die Klassik Stiftung auf dem Jakobskirchhof mit ersten Maßnahmen zur Instandsetzung des Kassengewölbes. Die Besichtigung des Gebäudes ist während der Arbeiten nicht möglich. Die Klassik Stiftung bittet Besucher des Jakobskirchhofes um Verständnis.

Neben der Instandsetzung des Grabgewölbes sind Arbeiten am Mauerwerk des Pavillons, den Fassaden und des Daches geplant sowie konservatorische und restauratorische Maßnahmen im Innenraum des Gebäudes. Denkmalpflegerisches Ziel ist es, den Zustand nach Wiedererrichtung des Kassengewölbes im Jahr 1927 wiederherzustellen. Bereits 2013 wurde der Sarkophag im Grabgewölbe, der noch heute die Reste der 64 Personen birgt, die hier bis 1826 bestattet wurden, gesichert und behutsam instand gesetzt.

Ab der kommenden Woche erfolgt zunächst die Sicherung und Ertüchtigung der Gründung sowie des Mauerwerkes. Im Jahr 2016 schließen sich die Instandsetzung der Außen- und Innenbereiche sowie der Wiedereinbau der historischen Zugangstür an. Die Schiller-Gedenktafel wird wieder ihren angestammten Platz in der Rückwand des Kassengewölbes finden, flankiert von den in beiden Seitenwänden verankerten Tafeln, die die Namen der übrigen, hier begrabenen Persönlichkeiten benennen. Für die Instandsetzung des Kassengewölbes, die vom Bund, vom Freistaat Thüringen und der Stadt Weimar finanziert wird, steht ein Budget von gut 120.000 Euro zur Verfügung.

Das Kassengewölbe
Die unterirdische Gruft und der pavillonartige Aufbau wurden um 1715 von dem Landrentmeister Christoph Jenichen auf dem Jakobskirchhof in Weimar als Erbbegräbnisstätte errichtet. 1742 ging sie in den Besitz des staatlichen Landschaftskassendirektoriums über. Dies führte zur verkürzenden Bezeichnung Kassengewölbe. Die Behörde stellte die Gruft hohen Standespersonen zur Verfügung, die keine eigene Begräbnisstätte besaßen. Bis zu seiner Schließung 1826 fanden im Kassengewölbe 64 Personen ihre letzte Ruhe. 1854 wurde das Gewölbe verfüllt und der Pavillon abgerissen. Bei dem heutigen Gebäude handelt es sich um eine Rekonstruktion von 1927. Steintafeln im Inneren führen die Namen der Bestatteten auf, darunter Friedrich Schiller und Louise von Göchhausen, die Hofdame der Herzogin Anna Amalia. 1826 und 1911 fanden Umbettungen der vermeintlichen Gebeine Schillers in die Fürstengruft statt. Beide Identifizierungen erwiesen sich nach den Untersuchungen von 2008 als falsch.

Für Rückfragen stehen Ihnen Dr. Julia Glesner, Pressesprecherin (03643-545-104), und Toska Grabowski, Pressereferentin (03643-545-113), zur Verfügung.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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