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Klassik Stiftung Weimar bittet zum Christrosen-Wochenende

 

Christrose, Lenzrose, Schneerose, Nieswurz – oder kurz Helleborus: Die Klassik Stiftung Weimar widmet diesem attraktiven Winterblüher vom 9. bis zum 11. Februar 2007 ein ganzes Wochenende. Bereits zum dritten Mal lädt die Abteilung Gärten zur Christrosenschau ins Lange Haus der Orangerie Belvedere ein, wo die Staudengärtnerei „Alpine Raritäten“ von Jürgen Peters aus Uetersen ihr breites Sortiment von Wildarten bis zu modernen Helleborus-Züchtungen zeigt.

Die bekannteste Helleborus-Art ist die Christrose – Helleborus niger, die wegen ihrer winterlichen Blütezeit bereits im Mittelalter in die Gärten geholt wurde. Ihre Heimat reicht von den Ost- und Südalpen bis in die Karpaten, weshalb sie optimal an hiesige Winter angepasst ist. Die zarten weißen Blüten trotzen Eis und Schnee und blühen – der Name verrät es – in der Weihnachtszeit. Je nachdem, welche Arten der Schneerosen ausgewählt werden, kann sich der Hobby-Gärtner von Oktober bis Juni über Blütenpracht in seinem Garten freuen. Das Laub der immergrünen Sorten ist zu jeder Jahreszeit ein Blickfang.

Weitere Arten kommen in Mittel- und Südeuropa, Kleinasien oder China vor. Aus Kreuzungen verschiedener Wildarten sind die Lenzrosen - Helleborus-Hybriden - entstanden. Durch gezielte Züchtungen entstanden viele Hybriden mit ungefüllten oder auch gefüllten Blüten, gesprenkelt, punktiert, gestreift in herrlichen Farbkombinationen. Um den Helleborus-Pflanzen optimale Bedingungen zu bieten, sollte man ihnen im Garten einen Platz im Halbschatten suchen, mit kalkhaltiger, lehmiger und humusreicher Erde. Da sie sehr langsam wachsen, benötigen sie einen ruhigen Platz, an dem die langlebigen Stauden sich ungestört zu großen, reich blühenden Horten entwickeln können.

Doch nicht nur als Zier-, sondern auch als Heilpflanze hat die Schneerose Verwendung gefunden. Im Mittelalter dienten ihre pulverisierten Wurzelstöcke als Niespulver, was auch die Bezeichnung „Nieswurz“ erklärt. Allerdings führte die Verwendung bei einer Überdosierung leicht zu Vergiftungserscheinungen, immerhin gehört die Nieswurz zur Familie der Hahnenfußgewächse, die für ihre giftigen Vertreter bekannt ist. Heute finden Helleborus-Extrakte vor allem noch in der Homöopathie Verwendung.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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