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Klassik Stiftung Weimar liefert eine ausgezeichnete Innovation für die digital vernetzte Welt

Bildungsprojekt Weimarpedia erhält weitere Förderung durch das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport und wird als »Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen« gewürdigt.

In einer gemeinsamen Pressekonferenz heute, 19. November 2015, informierten die Klassik Stiftung Weimar und das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (TMBJS) über die weitere Förderung des Bildungsprojekts Weimarpedia. Seit 2009 fördert das TMBJS das Projekt und setzt damit in der kulturellen Bildung einen besonderen Schwerpunkt. Thüringens Bildungsministerin Birgit Klaubert gab bekannt, dass die Finanzierung der pädagogischen Betreuung von Weimarpedia auch weiterhin gesichert ist. »Beim Bildungsprojekt Weimarpedia werden authentische Orte der Kultur, moderne Technik und zielgruppenspezifische Pädagogik in ganz besonderer Weise verknüpft. Hier ist kulturelle Bildung ganz konkret erfahrbar«, so die Ministerin.

Im Mai dieses Jahres hatten die Initiative »Deutschland – Land der Ideen« und die Deutsche Bank die Klassik Stiftung mit dem Projekt Weimarpedia als Preisträger im bundesweiten Innovationswettbewerb »Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen« 2015 ausgezeichnet. Zum Thema »Stadt, Land, Netz! Innovationen für eine digitale Welt« lieferte das Projekt in der Kategorie Kultur eine Antwort auf die Frage, wie mithilfe digitaler Partizipation kulturgeschichtliche Lerninhalte vermittelt werden können. Peter Althammer vom Wealth Management der Deutschen Bank überreichte die Auszeichnung heute und betonte: »Weimarpedia ist ein gutes Beispiel, wie moderne Wissensvermittlung im digitalen Zeitalter gestaltet wird: interaktiv und interdisziplinär. Das stärkt die Kompetenz der Kinder und Jugendlichen nicht nur in Sachen Bildung, sondern auch für die Zukunft des Arbeitsalltags.« Gewürdigt werden im Rahmen des Wettbewerbs Ideen und Projekte, die einen positiven Beitrag zur Gestaltung einer vernetzten Welt leisten und Antworten auf die Herausforderungen des digitalen Wandels geben.

Das interaktive Kulturlexikon Weimarpedia bietet Jugendlichen die Möglichkeiten, das kulturelle Erbe Weimars von der Weimarer Klassik bis zum Bauhaus digital und vor Ort zu entdecken. Mit Tablet oder Smartphone sind die Schüler an den historischen Schauplätzen Weimars unterwegs, im Medienstudio können sie ihre Entdeckungen als Film, Bildergeschichte oder Lexikonartikel online stellen. Andere Leser nutzen die Einträge und kommen so auf eigene Rechercheideen. Auf einer digitalen Karte bilden die erforschten Orte ein Wissensnetz, in dem sich die jungen Nutzer bewegen.

Die Relevanz der digitalen Medien für die kulturelle Bildung untermauert eine Studie zu Weimarpedia, die das Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM) in diesem Jahr vorgelegt hat. Sie zeigt, dass die Motivation für die Auseinandersetzung mit Lerngegenständen am realen Ort zunimmt, wenn sich Schülerinnen und Schüler bereits vorab und ihren eigenen speziellen Interessen entsprechend zu Aspekten der Weimarer Kulturgeschichte informieren können. Die Befragungsergebnisse deuten an, dass sich Schüler durch die Bereitstellung von Material durch andere Schüler motivierter fühlen, sich auch selbst mit der Weimarer Kulturgeschichte zu befassen. Im Zusammenspiel von virtueller und realer Begegnung liegen weitere Potenziale für den Zuwachs an Lernkompetenz.

Das Projekt Weimarpedia wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (2009–2012) gefördert. Für die technische und gestalterische Umsetzung besteht eine Kooperation mit der Bauhaus Universität Weimar.

Weitere Informationen zum Projekt Weimarpedia
Zur Weimarpedia-Website
Weitere Informationen zur Initiative »Deutschland – Land der Ideen«

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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