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Klassik Stiftung Weimar startet kunsthistorische Veranstaltungsreihe zum Kirchenjahr

„Sichtbarer Glaube. Das Kirchenjahr im Spiegel mittelalterlicher Kunst“ – unter diesem Motto begleitet die Klassik Stiftung Weimar zusammen mit den Weimarer Kirchengemeinden das Kirchenjahr 2006 / 2007 auf besondere Weise: Ab dem 15. Oktober 2006 stellen Theologen und Kunsthistoriker am jeweils dritten Sonntag jeden Monats passend zum kirchlichen Festkalender ein Kunstwerk aus den Sammlungen der Stiftung vor. Im Dialog zwischen theologischer und kunsthistorischer Betrachtungsweise soll den Besuchern der historisch enge Zusammenhang von Religion und Kunst näher gebracht werden.

„Die biblischen Geschichten und Legenden kennen heute viele Menschen nicht mehr. Dabei bildet das Christentum ja die Grundlage der abendländischen Kultur und ist somit zum Verständnis unserer Kultur und zur Schaffung einer Identität sehr wichtig, gerade in den Zeiten, wo über Religionen so viel gesprochen wird“, so Dr. Gerd-Dieter Ulferts, Abteilungsleiter der Kunstsammlungen bei der Klassik Stiftung Weimar. Von ihm stammt die Idee die bereits 2003, im Jahr der Bibel, durchgeführte Reihe neu zu beleben.

Auch für regelmäßige Museumsbesucher bietet die Reihe Anziehungspunkte, wenn Werke vorgestellt werden, die den Besuchern sonst nicht zugänglich sind: Etwa eine Darstellung zum Dreikönigsfest von Philipp Uffenbach, die im Depot der Kunstsammlungen aufbewahrt wird, oder die große Holzschnittpassion von Albrecht Dürer aus den grafischen Sammlungen.

Begleitet wird die Reihe von fünf Veranstaltungen, die das Thema speziell für Kinder aufgreifen: Als „’Comics’ aus dem Mittelalter?“ werden die oft sehr lebendig gestalteten, mittelalterlichen Gemälde gemeinsam entdeckt und besprochen. So stellt sich heraus, dass manche Figuren immer wieder auftauchen oder dass auch Ereignisse gemalt wurden, die nirgends beschrieben sind.

Die Auftaktveranstaltung findet am Sonntag, 15. Oktober 2006, um 11 Uhr in der Stadtkirche St. Peter und Paul statt, wo Almut Berchtold, Volontärin der Klassik Stiftung Weimar im Bereich Museumspädagogik, in die Veranstaltungsreihe einführt. Superintendent Wolfram Lässig und Kunsthistorikerin Ulrike Meier erläutern jeweils aus ihrer Sicht den Flügelaltar von Lucas Cranach dem Älteren, der im Gegensatz zu vielen anderen sakralen Kunstwerken nach wie vor an seinem Originalstandort, dem Kirchenraum, zu sehen ist. Dr. Manfred Wölfel umrahmt das Gespräch musikalisch an der Orgel.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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