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Letztes Galeriegespräch in der Ausstellung »Kultur des Sinnlichen« ist einer besonderen Papierarbeit Goethes gewidmet

Am Dienstag, 05. Juni 2012, um 18 Uhr hält Prof. Dr. Cornelia Ortlieb den letzten Vortrag in der Reihe der »Galeriegespräche« zur Ausstellung »Weimarer Klassik. Kultur des Sinnlichen«.

Goethes Aufzeichnungen aus dem Jahr 1823 in einem Taschenkalender des Vorjahres stellten bei ihrer Wiederauffindung in den 1980er Jahren eine Sensation dar: Sie umfassen nämlich nicht nur Notizen zur letzten Reise nach Marienbad, sondern auch eine zuvor unbekannte erste Fassung der »Elegie von Marienbad«. Die Eintragungen in Goethes Taschenkalender zeigen ein komplexes Verhältnis zwischen handschriftlicher Aufzeichnung und vorgegebenem Druckformat sowie zwischen den Bewegungen der schreibenden Hand und dem Material, das sie zugleich ermöglicht und beschränkt. Der Schreibvorgang in seinen Anläufen und Abbrüchen lässt sich an diesem einzigartigen Objekt beobachten und mit weiterführenden Überlegungen zur Materialität des Schreibens und der Dichtung verbinden.

Über diese besondere »Papierarbeit« Goethes, die als originalgetreu nachgebildetes Faksimile in der Ausstellung zu sehen und zu durchblättern ist, spricht die Literaturwissenschaftlerin Cornelia Ortlieb in ihrem Vortrag »Goethes ›Schreib-Calender für das Jahr 1822‹ und andere Weimarer Papierarbeiten«. Cornelia Ortlieb ist Professorin am Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Noch bis zum 10. Juni 2012 präsentiert die Klassik Stiftung die Ausstellung »Weimarer Klassik. Kultur des Sinnlichen« im Schiller-Museum.

Veranstaltungsdaten
»Goethes ›Schreib-Calender für das Jahr 1822‹ und andere Weimarer Papierarbeiten«
Vortrag von Prof. Dr. Cornelia Ortlieb
Dienstag, 05. Juni 2012 | 18 Uhr
Schiller-Museum | Schillerstraße 12 | 99423 Weimar
Der Eintritt ist frei.

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