Zurück zur Übersicht

Liszt bleibt – Klassik Stiftung Weimar glücken wertvolle Erwerbungen

Die Klassik Stiftung Weimar kann am Ende des Liszt-Jubiläumsjahres bedeutende Neuzugänge ihrer Liszt-Bestände vermelden. Neben mehreren inhaltsreichen Briefen aus Liszts engstem Umkreis, die seinen im Goethe- und Schiller-Archiv bewahrten Nachlass ergänzen, konnte die Klassik Stiftung Weimar einige wertvolle Objekte aus dem Besitz des Münchner Pianisten und Liszt-Publizisten Ernst Burger erwerben. Burgers Veröffentlichungen über den Komponisten Franz Liszt u.a., vor allem seine prachtvollen Bildbiographien, zählen zu den Standardwerken der Musikliteratur.

Besondere Beachtung bei den erworbenen Objekten verdienen der von einem unbekannten Künstler gefertigte Gipsabguss der Kinderhand Liszts und die Koffer-Schreibgarnitur von Franz Liszt. Beide Stücke wurden bereits in der Landesausstellung »Franz Liszt – Ein Europäer in Weimar« im Schiller-Museum präsentiert.

Der Gipsabguss ist aus dem Vorbesitz Eleonore Rechers (1916–2001), der Enkelin von Berthold Kellermann (1853–1926), in Ernst Burgers Liszt-Sammlung gelangt. Kellermann war ein Schüler Liszts und später Mitherausgeber der Großherzog-Carl-Alexander-Ausgabe der Werke des Komponisten. Das anrührende Erinnerungsstück zeugt von der Begeisterung, die Franz Liszt schon als ›kleiner Wundermann am Klavier‹, wie er in Wien genannt wurde, in den Musikmetropolen Europas entfacht hatte.

Die Schreibgarnitur, ein Reiseschreibnecessaire vermutlich französischer Herkunft, wird Liszt vor allem auf seinen späteren Konzertreisen gedient haben. Ähnlich einem Laptop lässt sie sich aufklappen und konnte somit als Schreibpult verwendet werden. Tintenfass, Streusanddose und eine Federnschale, die im Innenleben untergebracht werden können, waren unentbehrliche Werkzeuge des Komponisten. Somit konnte Liszt auch in der Reisekutsche seine Korrespondenz erledigen oder an den Kompositionen arbeiten, wenn er nicht gerade mit Fingerübungen auf der stummen Klaviatur beschäftigt war.

Noch bis Ende des Jahres ist das Liszt-Haus tgl. außer montags von 10 bis 18 Uhr geöffnet sowie an den Weihnachtsfeiertagen und an Silvester von 10 bis 16 Uhr. Heiligabend ist das Haus geschlossen. Öffentliche Führungen bietet die Klassik Stiftung mittwochs um 15 Uhr und samstags um 13 Uhr an. Ab Januar 2012 ist das Liszt-Haus im Zuge der Winteröffnungszeiten nur am Wochenende geöffnet.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

Der Internetauftritt der Klassik Stiftung Weimar verwendet Cookies, um Ihnen einen optimalen Service zu bieten. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden. Zur Datenschutzerklärung

Verstanden