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Liszt’s »Legende der heiligen Elisabeth« für Weimar ersteigert

»Die Legende der heiligen Elisabeth« von Franz Liszt hat das Weimarer Goethe- und Schiller-Archiv auf der Frühjahrsauktion bei Stargardt für 14.000 Euro ersteigern können. Die 25 Seiten umfassende eigenhändige Notenhandschrift des Komponisten gehört zu einem 1862 in Rom beendeten Oratorium, mit dem Liszt der aus Ungarn stammenden Thüringer Landgräfin Elisabeth auf der Wartburg ein musikalisches Denkmal setzte. Die - auch mit Blick auf den bevorstehenden 800. Geburtstag der heiligen Elisabeth im kommenden Jahr -bedeutende Neuerwerbung enthält wichtige Teile des Oratoriums für Soli, Chor, Orgel und Orchester. Sie komplettiert ein bereits in Weimar vorhandenes 13seitiges, ebenfalls eigenhändiges, Teilmanuskript zu dem am 15. August 1865 in Pest uraufgeführten Meisterwerk des Komponisten. Mehrere gedruckte Exemplare befinden sich zudem in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek. Franz Liszt war von 1842 bis 1859 Hofkapellmeister in Weimar. Die Handschriften zu etwa 470 seiner Werke befinden sich heute als eigener Bestand im Goethe- und Schiller-Archiv.

Neben dem Musik-Manuskript konnte das Archiv auch zwei bislang als verschollen geltende Briefe Goethes für rund 3000 Euro erwerben. Bei den für die Forschung aufschlußreichen Dokumenten handelt es sich um ein Schreiben des Dichters an den Altertumsforscher und Dramatiker Konrad Levezow vom 15. Oktober 1815 sowie um einen Brief an den Bibliotheksschreiber Johann Michael Färber vom 15. Februar 1823.

 

 

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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