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»Literarische Bibliothek« für Weimar



Mit 7500 Büchern wird sich die »Romanbibliothek« der Herzogin Anna Amalia Bibliothek heute fast verdoppeln. Das Geschenk der Verlage Suhrkamp, Insel, Jüdischer Verlag und Deutscher Klassiker-Verlag umfaßt das gesamte lieferbare Programm der Verlagsgruppe im Wert von ca. 300 000 Euro. Es kommt auf Initiative der Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz nach Weimar und wird als »Literarische Bibliothek Siegfried Unseld« seinen Standort im Bücherkubus des neuen Studienzentrums der Bibliothek finden. Auch die seit Goethes Zeiten kontinuierlich gesammelten Romane der Weltliteratur vom »Werther« bis hin zu Samuel Becketts »Warten auf Godot« werden künftig hier stehen. Bislang zählte die »Romanbibliothek« rund 10 000 Bände. Innerhalb des Gesamtbestandes der mehr als 300 Jahre alten Weimarer Forschungsbibliothek mit rund 900 000 Bänden vor allem zur Literatur- und Kulturgeschichte von 1750 bis 1850 nimmt sie einen vergleichsweise geringen Raum ein.
Zur offiziellen Übergabe der Bücher dankte Stiftungspräsident Hellmut Seemann für ein Geschenk, das in etwa der Menge an Büchern entspricht, die die Bibliothek normalerweise in einem Jahr kaufen kann. Auf dem Weg zu einer Romanbibliothek, die wichtige Trends der zeitgenössischen Literatur sowie literarische und geistesgeschichtliche Debatten der Gegenwart widerspiegeln soll, sei das ein großer Schritt.
Mit der »Literarischen Bibliothek Siegfried Unseld« gewinnt die Bibliothek neben wichtigen deutschen und internationalen Autoren auch zahlreiche Werke der Geistesgeschichte, darunter Schriften von Adorno bis hin zu Jaques Derrida und Peter Sloterdijk.
Den Transport der Bücher nach Weimar hat der Buchgroßhändler Koch, Neff & Volckmar GmbH (Stuttgart) als Spende zu dem Projekt beigesteuert.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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