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Marion Ermer Preis für junge Künstlerinnen und Künstler ...


Marion Ermer Preis für junge Künstlerinnen und Künstler aus den Neuen Bundesländern 2004. Ausstellung der Marion Ermer Preisträger 2004 im Neuen Museum Weimar, 26. November 2004 bis 09. Januar 2005
Eine Kooperation der Marion Ermer Stiftung
mit der Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen
und der Bauhaus-Universität Weimar


Die diesjährigen Preisträger Dirk Heerklotz, Franziska Lamprecht (eteam), Esperanza Spierling und Tobias Zielony arbeiten in den unterschiedlichsten Medien. Dirk Heerklotz
wird in einem Oberlichtsaal skulptural-installative Arbeiten ausstellen, die – aus Stoffen und Materialien der chemischen Industrie gefertigt – miteinander verwoben sind und in den Raum auskragen. Die Arbeiten selbst sind nicht auf Weimar bezogen, doch ihr hier installiertes Zusammenspiel wird nur in Weimar zu sehen sein.
Auch Franziska Lamprecht zusammen mit Hajoe Moderegger (eteam) orientiert sich bei der Auswahl und der Präsentation ihrer medialen Installationen konkret auf die Räume in Weimar, die sie konzeptionell wie auch faktisch mittels einer Brücke verknüpfen wird.
Die Preisträgerin Esperanza Spierling stellt mit ihren Arbeiten eine eher indirekte Beziehung zu den Ausstellungsräumen des Neuen Museums her: In einer ihrer wichtigsten Werkgruppen setzt sie sich mit „leeren“ Ausstellungsräumen in Museen auseinander, wobei es sich meist um den „white cube“ handelt. Diesen „neutralen“ Raum findet sie im Neuen Museum nicht vor, die Räume sind bereits historisch aufgeladen, im Gegensatz zu den auf ihren Fotografien gezeigten Räumen, die erst durch die Aura des einzelnen Kunstwerks, das irgendwann dort seinen Platz finden wird, zum Leben erweckt werden. Hierin liegt der Reiz ihrer Präsentation: Vom Bild eines „neutralen“ Raumes in einem „neutralen“ Raum kann in Weimar gerade nicht die Rede sein.

Im radikalen Kontrast zu den Arbeiten von Esperanza Spierling wird Tobias Zielony den Menschen motivisch ins Museum bringen; genauer gesagt, den Jugendlichen, der – so kann vermutet werden – wohl kaum ein Museum betritt: Zielony begleitet und untersucht in seinen fotografischen Serien aus drei Städten Jugendliche in städtischen Randzonen, die nicht selten als soziale Brennpunkte verstanden werden.
Mit dem diesjährigen Marion Ermer Preis in Weimar vergibt die Marion Ermer Stiftung zum vierten Mal den gleichnamigen Preis, der sich der zeitgenössischen bildenden Kunst in den neuen Bundesländern verpflichtet fühlt. Hierbei hat sie die Kooperation mit verschiedenen Kunsthochschulen und –institutionen in den neuen Bundesländern gesucht, so mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden (2001, 2003), mit der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig (2002) und mit der Bauhaus-Universität Weimar und der Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen, die in diesem Jahr den Marion Ermer Preis und die dazugehörige Ausstellung in den Räumen des Neuen Museums in Weimar ausrichtet.
Die 1992 gegründete Marion Ermer Stiftung hat ihrem Streben nach einer Förderung der Nachwuchskunst in den neuen Bundesländern Ausdruck verliehen. Es ist Marion Ermer zu verdanken, daß nach der Wiedervereinigung die erste private Kulturstiftung in den neuen Bundesländern gegründet wurde – mit dem Ziel, für das Zusammenwachsen zwischen Ost und West auf dem Felde der Kunst und Kultur einen Beitrag zu leisten.
Die Eröffnung findet am 25. November 2004 um 19 Uhr im Foyer des Neuen Museum Weimar, Weimarplatz 5, 99423 Weimar, satt.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (vierbändig im Schuber) zum Preis von 20 Euro, erhältlich im Neuen Museum Weimar, im Schloßmuseum Weimar sowie im Buchhandel.
Weiterhin erscheint zur Ausstellung eine Grafikedition der Preisträgerinnen und Preisträger (70 x 100 cm, Offsetdruck auf Papier, Auflage jeweils 50 Stück, numeriert und signiert) – erhältlich im Neuen Museum Weimar.
Digitales Bildmaterial erhalten Sie unter presse@swkk.de oder unter der Durchwahl 03643 – 545923.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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