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Mater misericordiae – Die Reihe »Sichtbarer Glaube« widmet sich einem Nachfolger des Dieric Bouts

Am Sonntag, 21. April, um 11 Uhr findet die vorerst letzte Matinee der Reihe »Sichtbarer Glaube« im Weimarer Schlossmuseum statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht das um 1510/20 entstandene Andachtsbild »Maria mit dem Kind«.

Den Darstellungstypus der Maria in Halbfigur führte Rogier van der Weyden, Dieric Bouts‘ großes Vorbild, in die Niederländische Malerei ein. Die beliebten kleinformatigen Andachtsbilder wurden meist mit einem stimmungsvollen Landschaftshintergrund versehen. Der Schöpfer der »Maria mit dem Kind«, ein unbekannter Nachfolger des Dieric Bouts, wählte dagegen einen neutralen Goldgrund über roter Grundierung. Anmutig neigt Maria ihr Haupt dem kleinen Sohn zu und reicht ihm rote Kirschen. Sie gehören zu den Paradiesfrüchten und als Marien-Attribut deuten sie auf die Mutter Jesu hin, die die Sünde in Reinheit und Unbeflecktheit verwandeln kann. Auch der Zeisig, auf den der Jesusknabe zeigt, hat eine tiefere Bedeutung. Wegen seiner Vorliebe für Disteln wurde der bunte Vogel zum christlichen Symbol, das auf die Passion und den Opfertod Jesu Christi hinweist. Auf Madonnenbildern steht der Zeisig für das Vorwissen über die bevorstehende Kreuzigung.

Dr. Reinhold Krause, evangelisch-lutherischer Theologe, und Dr. Bettina Werche, Kunsthistorikerin der Klassik Stiftung und Leiterin des Goethe-Nationalmuseums, werden das Gemälde aus theologischer und kunsthistorischer Sicht betrachten und für ein Gespräch zur Verfügung stehen. Tilman Ludwig begleitet die Matinee mit liturgischem Gesang.

Veranstaltungsdaten
Mater misericordiae, die Mutter und ihr Junge Unbekannter Nachfolger des Dieric Bouts (um 1510/20): »Maria mit dem Kind«
Sonntag, 21. April 2013, 11 Uhr
Stadtschloss Weimar
Burgplatz 4 | 99423 Weimar
Eintritt: Erw. 3€ | Schüler 1€

Theologe: Dr. Reinhold Krause (ev.-luth.)
Kunsthistorikerin: Dr. Bettina Werche
Musik: Tilman Ludwig, liturgischer Gesang

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