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Meisterkurs mit Hans Ulrich Gumbrecht widmet sich dem Thema »Extreme und Explosionen der europäischen Aufklärung« – Öffentlicher Abendvortrag am Mittwoch, 01. Juni

Für den diesjährigen Meisterkurs, der vom 31. Mai bis zum 02. Juni 2011 stattfindet, hat die Klassik Stiftung Weimar den renommierten Literaturwissenschaftler Hans Ulrich Gumbrecht (Stanford) gewinnen können.

In der künstlerisch-musikalischen Berufsausbildung gehört der »Meisterkurs« zu den besonders attraktiven Lehrangeboten, da er Studierenden die Möglichkeit eröffnet, für einige Tage mit international renommierten Künstlern eng zusammenzuarbeiten. Die Klassik Stiftung Weimar und das Forschungszentrum Laboratorium Aufklärung der Friedrich-Schiller-Universität Jena setzen die Idee des Meisterkurses nunmehr auch im wissenschaftlichen Kontext um. Angesprochen sind junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich mit den Forschungen und Ideen einer herausragenden Gelehrtenpersönlichkeit intensiv auseinandersetzen wollen.

Seit Adornos und Horkheimers »Dialektik der Aufklärung« hat man die Leistungen der kanonisierten Vernunft in zunehmendem Maße von ihren Grenzen her zu denken versucht. In diese Tradition stellt sich auch der Meisterkurs mit Hans Ulrich Gumbrecht: Er interpretiert die intellektuelle und ästhetische Produktivität der Aufklärung nicht aus dem Blickwinkel ihrer Selbstlegitimation, sondern fokussiert anhand von vier paradigmatischen Fällen ihre Selbstkritik. Ein öffentlicher Abendvortrag findet statt am Mittwoch, 01. Juni 2011, um 20 Uhr zum Thema »Diderot – Lichtenberg – Mozart – Goya. Sind ihre Extreme und Explosionen jene Aufklärung, die wir heute brauchen?« in der Friedrich-Schiller-Universität Jena statt.

Hans Ulrich Gumbrecht, geb. 1948, Professor für spanische, französische und vergleichende Literaturwissenschaft an der Stanford University; ständiger Gastprofessor an der Université de Montréal, am Collège de France sowie an der Zeppelin University, Friedrichshafen; Ehrendoktorwürden der Universitäten Siegen, Greifswald und Marburg; Mitglied der American Academy of Arts and Sciences; regelmäßige Beiträge in den Feuilletons der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Neuen Zürcher Zeitung und des Estado de São Paulo. Seine Monographien wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Forschungsschwerpunkte: Mittelalterliche Literatur und Kultur; spanische, französische, deutsche und italienische Literatur der Renaissance; argentinische und brasilianische Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts; Ästhetik und Ideengeschichte. In deutscher Übersetzung sind zuletzt erschienen: 1926 – Ein Jahr am Rand der Zeit (2001); Vom Leben und Sterben der großen Romanisten (2002); Die Macht der Philologie. Über einen verborgenen Impuls im wissenschaftlichen Umgang mit Texten (2003); Diesseits der Hermeneutik. Über die Produktion von Präsenz (2004); Dimensionen und Grenzen der Begriffsgeschichte (2006); California Graffiti – Bilder vom westlichen Ende der Welt (2010).

Information
Klassik Stiftung Weimar
Referat Forschung und Bildung
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Tel +49 (0) 3643 | 545-551 oder +49 (0) 3641 | 944-971 forschung.bildung@klassik-stiftung.de
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www.fzla.uni-jena.de

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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