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MelosLogos5 – Poetische Liedertage in Weimar

Von Freitag, 24., bis Sonntag, 26. November 2006, lädt die Klassik Stiftung Weimar zusammen mit ihren Kooperationspartnern bereits zum fünften Mal zu den poetischen Liedertagen „MelosLogos“ ein. Der Vorverkauf für die insgesamt sechs Veranstaltungen startet am morgigen Freitag, 15. September 2006.

 

MelosLogos hat die Verbindung von Dichtung und Musik im Blick und bietet dabei Besonderes in der kleinen Form: Ein Wochenende, sechs Veranstaltungen, die Begegnung mit herausragenden Künstlern in einem intimen Rahmen. Das Programm setzt Wohlbekanntes in neue Bezüge, präsentiert neu Entdecktes und vor allem künstlerische Darbietungen auf höchstem Niveau.

 

Kehrte mit MelosLogos im letzten Jahr das Bauhaus und die Dada-Bewegung für ein Wochenende nach Weimar zurück, so steht 2006 Johann Sebastian Bach im Zentrum.

Peter Kooij wird mit seinem hochkarätigen Vokalensemble „Sette voci“ und den Instrumentalisten von „De Profundis“ alle Motetten Bachs zur Aufführung bringen. Am Freitagabend wird das Motettenwerk der Uraufführung einer Choralsuite von Masato Suzuki gegenüberstehen. Suzuki, 1981 in Den Haag geboren, ist ein in der europäischen wie japanischen Musik verwurzelter Komponist, dessen Werk sich in besonderer Weise mit dem Schaffen Johann Sebastian Bachs auseinandersetzt.

 

Bereits traditionell unternimmt MelosLogos mit seinen Gästen eine Exkursion. Für dieses Jahr wurde die Stadtkirche Waltershausen ausgewählt, wo der Organist Silvius von Kessel am Samstag vormittag an der barocken Trost-Orgel aus dem in Weimar entstandenen „Orgelbüchlein“ Johann Sebastian Bachs spielt.

 

Verbindungen zwischen dem Barock und der Musik des 20. Jahrhunderts stellt der russische Jazz-Pianist Leonid Chizhik im Festsaal des Weimarer Stadtschlosses her. Als eindrucksvoller Grenzgänger zwischen Klassik und Jazz, der in seinen Improvisationen bevorzugt Mozart, Mahler und Tschaikowsky verarbeitet, macht sich Chizhik – zusammen mit dem Bassisten Peter Bockius – musikalisch Gedanken darüber, was gewesen wäre, „Wenn Bach und Händel getanzt hätten“.

 

Paul Hindemith, der als Kontrapunktiker Bach besonders nah war, lies sich von Rainer Maria Rilkes Gedichtzyklus „Das Marienleben“ zu seiner gleichnamigen Komposition für Sopran und Klavier inspirieren. Im Jahr ihrer Uraufführung, 1923, war sie anlässlich der Bauhauswoche in Weimar zu hören. MelosLogos möchte die Verbindung und Verbundenheit zwischen Musik und Poesie reflektieren und dabei Neues entdecken: So werden die Sopranistin Christine Iven, die Pianistin Liese Klahn und der Schauspieler Bruno Ganz im Musikgymnasium in Schloss Belvedere ihre eigene Fassung des „Marienlebens“ vorstellen.

 

Den Schlusspunkt des diesjährigen MelosLogos-Ereignisses bildet ein Cembalo-Recital im Weimarer Residenzschloss mit dem Titel „Wege zu Bach“. Der niederländische Cembalist, Organist und Dirigent Gustav Leonhardt spielt Werke von Bach selbst, aber auch von seinen Wegbereitern Buxtehude, Böhm, Reincken und Pachelbel. Die kürzlich in Weimar entdeckten, frühesten Musikhandschriften Johann Sebastian Bachs bekräftigen die Schlüssigkeit des Programms.

 

Mit MelosLogos, den poetischen Liedertagen, verbindet die Klassik Stiftung Weimar nun zum fünften Mal Dichtung und Musik im gemeinsamen Experiment mit herausragenden Künstlern. In den vergangenen Jahren waren dies unter anderen Juliane Banse, Anja Silja, Dietrich Fischer-Dieskau, Àndras Schiff, Imre Kertèsz, Udo Samel und Jutta Lampe.

 

MelosLogos5, eine Veranstaltung der Klassik Stiftung Weimar in Kooperation mit dem Musikgymnasium Schloss Belvedere und der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar.

Weitere Informationen und Programm-Übersicht auf www.meloslogos.de.

Kartenreservierung unter der Telefonnummer 03643 545 107, per Fax an 03643 202174 oder per E-Mail an reservierung@meloslogos.de.

 

Für weitere Informationen steht Ihnen Margit Adler unter den Telefonnummern

+49 (0) 3643 | 545 113 und +49 (0) 172 | 79 999 59 zur Verfügung.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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