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Mit Manga und Graffiti auf dem Weg zu Goethe und Schiller – Modellprojekt »Zwischen den Zeilen« schafft neue Zugänge zur Weimarer Klassik

»Zwischen den Zeilen« ist ein Modellprojekt für Literaturvermittlung im Museum, das sich gezielt an bildungsbenachteiligte Jugendliche richtet. Mit dem Projekt beschreitet die Klassik Stiftung Weimar gemeinsam mit der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar und in Kooperation mit dem Berliner Verein cultures interactive e.V. innovative Wege der Bildungsarbeit: Schüler erschließen sich Texte wie Friedrich Schillers »Bürgschaft« oder seine »Huldigung der Künste« vor Ort und im Umgang mit historischen Objekten. Sie verbinden ihr Verständnis des klassischen Textes mit den Eindrücken, die sie in den Weimarer Dichterhäusern, dem Stadtschloss oder dem Park an der Ilm gesammelt haben und setzen diese in »nicht-klassische« Ausdrucksformen der aktuellen Jugendkultur wie etwa Graffiti oder Manga um.

Im Rahmen des Bildungsprojekts sind in dieser Woche Jugendliche aus dem Förderzentrum Am Brahmetal, Gera, in Weimar zu Gast. Gern laden wir Medienvertreter zur Präsentation der Workshop-Ergebnisse ein:

Freitag, 19. Oktober 2012, 11 bis 12 Uhr
Stadtschloss Weimar | Kaminzimmer
Burgplatz 4 | 99423 Weimar

Das Modellprojekt »Zwischen den Zeilen« hat eine Laufzeit von zwei Jahren und wird vom Bundesbeauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert. Im Projekt werden neue Methoden und Ansätze von Literaturvermittlung entwickelt. Insgesamt werden vier verschiedene Workshop-Formate (Manga, Graffiti, Rap und Web) mit bildungsbenachteiligten Schülern aus verschiedenen Schultypen erprobt. Der Zugang zu den literarischen Werken erfolgt dabei einerseits über das Erleben der historischen Texte am historischen Ort, andererseits über Fragestellungen, die auch in der Lebenswelt der Schüler eine bedeutende Rolle spielen, etwa nach Freundschaft oder Freiheit. Durch diesen niederschwelligen Ansatz sollen die Jugendlichen befähigt werden, Sprache, Literatur und Schreiben als bedeutend zu erfahren und zugleich als eigene Ausdrucksform zu erkennen. Für die Entwicklung der Konzepte arbeiten die Partnerinstitutionen eng mit den beteiligten Lehrkräften zusammen. Die intensive Auseinandersetzung mit Literatur und Sprache ermöglicht nicht nur eine Teilhabe am kulturellen Leben, sondern kann die Entwicklung von Einstellungen, Kompetenzen und damit die soziale Integration maßgeblich befördern. Dabei profitiert das Projekt vom Zusammenspiel der spezifischen Kenntnisse und Erfahrungen der beteiligten Einrichtungen. Die Ergebnisse werden am Ende der Projektlaufzeit in einem Handbuch veröffentlicht.

? Weitere Informationen zum Projekt

Kontakt
Klassik Stiftung Weimar Stabsreferat Forschung und Bildung
Elke Kollar
Frauenplan 1
99423 Weimar
Telefon: +49 (0) 3643-545-565
Fax: +49 (0) 3643-545-476
elke.kollar@klassik-stiftung.de

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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