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Neues Museum der Klassik Stiftung gewinnt Thüringer EnergieEffizienzpreis 2017

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Heute, 8. November, hat die Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA) das Neue Museum der Klassik Stiftung Weimar mit dem Thüringer EnergieEffizienzpreis 2017 ausgezeichnet. Sie würdigte damit die klimastabilisierenden Maßnahmen, die die Stiftung von 2015 bis 2016 in dem historischen Museumsgebäude von 1869 umgesetzt hatte.

»Diese bauenergetische Modernisierung kombiniert effizient Maßnahmen zur Erfüllung raumklimatisch hoher Anforderungen in einem denkmalgeschützten Gebäude«, so die Jury in ihrer Bewertung.

»Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung unserer Arbeit«, betont Johann Philipp Jung, Direktor Schlösser, Gärten und Bauten der Klassik Stiftung. »Wir haben hier beispielgebend gezeigt, wie sich unter Nutzung regenerativer Energien substanzschonend und zugleich wirtschaftlich vertretbar ein denkmalgeschützter Museumsbau für die konservatorischen Ansprüche des 21. Jahrhunderts rüsten lässt. Davon konnten bereits die Ausstellungen zu den Ernestinern, zu Winckelmann und zu Gerhard Marcks profitieren.«

Mehr Informationen zum Thüringer EnergieEffizienzpreis 2017

Im Jahr 2012 hatte das Institut für Bauwerkserhaltung Weimar gemeinsam mit der Klassik Stiftung untersucht, welche Möglichkeiten es zur energetischen Optimierung und zur Verbesserung der raumklimatischen Bedingungen im Neuen Museum Weimar gebe. Die Studie wurde im Rahmen des Förderprogramms »Thüringen Green Tech« des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Technologie durchgeführt. Auf Basis der daraus gewonnenen Erkenntnisse entwickelte die Klassik Stiftung ein innovatives Maßnahmenpaket zur energetischen und raumklimatischen Ertüchtigung historischer Museumsbauwerke am Beispiel des Neuen Museums. Nach einer intensiven Planungsphase stattete sie 2014 die Fenster an der Ost-, Süd- und Westseite des Neuen Museums mit einem Wärme- und UV-Schutz aus, um den sommerlichen Wärmeeintrag zu reduzieren. 2015 baute sie in den Ausstellungsräumen zunächst die alte Beleuchtungsanlage zurück und schuf die Durchbrüche für eine Belüftung der Oberlichtsäle. Die neue Lichttechnik für die Raum- und Objektbeleuchtung in den Ausstellungsräumen verringert ebenfalls den Wärmeeintrag in das Gebäude und ermöglicht ferner eine flexible bzw. individuelle Ausleuchtung der Objekte. Weiterhin ersetzten im Dachbereich Photovoltaikplatten die bisherigen Oberlichtgläser. Die Platten reduzieren nicht nur den Lichteintrag, sondern erzeugen gleichzeitig den Strom für die Kühlung des Museums CO2-neutral aus Sonnenenergie. Zusätzlich temperiert eine Umluftkühlung die Galerien im Obergeschoß, während im Sommerbetrieb auch die vorhandene Fußbodenheizung zur Kühlung des Gebäudes genutzt wird. Im Februar 2016 baute die Stiftung schließlich an den Fenstern noch einen Blendschutz mit Verdunkelungsmöglichkeit ein.

Die klimastabiliserenden Maßnahmen wurden durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien in Höhe von 983.000 Euro finanziert. Die Kosten für den Blendschutz von insgesamt 120.000 Euro trug zur Hälfte die Klassik Stiftung. Weiter 60.000 bewilligte der Bund aus dem Förderprogramm »Investitionen für nationale Kultureinrichtungen in Ostdeutschland«.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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