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Rebecca Horns "Konzert für Buchenwald" wieder zu sehen

Rebecca Horns für das europäische Kulturstadtjahr 1999 geschaffene Rauminstallation »Konzert für Buchenwald« wird ab 3. August wieder zu sehen sein. Die Installation im Weimarer E-Werk wird am 1. August durch Staatsminister Julian Nida-Rümelin feierlich wiedereröffnet. Der ursprünglich bereits für den 3. Mai geplante Festakt hatte wegen der zeitgleich stattfindenden Trauerfeier für die Opfer des Amoklaufs im Erfurter Gutenberg-Gymnasium abgesagt werden müssen.


Rebecca Horns vielbeachtete Arbeit ist eines der wichtigsten Beispiele für die Auseinandersetzung der zeitgenössischen Kunst mit dem Thema Holocaust. Mit auf einem Schienenstrang gestapelten zerstörten Geigen, Mandolinen und Gitarren erinnert das »Konzert für Buchenwald« an die dunkle Seite der Weimarer Vergangenheit. Nach den Worten des Präsidenten der Stiftung Weimarer Klassik, Hellmut Seemann, ist diese Arbeit der international anerkannten Künstlerin nicht für eine Wechselausstellung gemacht, sondern für die Stadt Weimar mit ihrer ambivalenten Geschichte. Die Stiftung Weimarer Klassik habe sich im Jahr 2000 aus eben diesem Grund für einen Verbleib der Installation in der Kulturstadt eingesetzt. Mit Nachdruck danke er der Kulturstiftung des Bundes und dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband, die im Frühsommer einen Ankauf für die Stiftung ermöglicht haben.


Die Installation im Straßenbahndepot des E-Werkes ist vom 3. August bis zum 15. Oktober jeweils samstags und sonntags von 12 bis 18 Uhr zu besichtigen.
Zu dem Werk von Rebecca Horn in Weimar ist im Scalo-Verlag Zürich ein Bildband in deutscher und englischer Ausgabe erschienen. Der Band beschreibt auch die zweite Rauminstallation der Künstlerin, die im Jahr 1999 im Weißen Saal von Schloß Ettersburg gezeigt wurde.

Die Wiedereröffnung der Rauminstallation »Konzert für Buchenwald« am
1. August, 11 Uhr, findet im Beisein der Künstlerin statt.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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