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»Reisenotizen« – Ausstellung im Schiller-Museum zeigt Fotografien von Barbara Klemm im Dialog mit Zeichnungen Johann Wolfgang von Goethes

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Flyer zur Ausstellung

Die Fotografin Barbara Klemm hat über Jahrzehnte in eindrucksvollen Bildern für die Frankfurter Allgemeine Zeitung ihre Sicht auf das Weltgeschehen unverwechselbar festgehalten. Bekannt ist sie vor allem als Porträtistin und gesellschaftspolitische Chronistin. Zu einer besonderen Serie von Landschaftsaufnahmen haben Klemm die Zeichnungen Johann Wolfgang von Goethes inspiriert. 2012 begann sie, den Spuren Goethes zu folgen und Motive zu fotografieren, die auch der Dichter auf seinen zahlreichen Reisen und Wanderungen durch Böhmen und Deutschland, vor allem aber durch Italien und die Schweiz in vielen Skizzen und Tuschezeichnungen festgehalten hatte. Unter dem Titel »Reisenotizen« zeigt die Klassik Stiftung Weimar vom 27. August bis 1. November 2015 im Schiller-Museum mehr als 60 Fotografien von Barbara Klemm im Dialog mit etwa gleich vielen Zeichnungen Goethes.

Neben ihrer Arbeit an weltpolitischen Schauplätzen schuf Barbara Klemm, geboren 1939, ein umfangreiches Konvolut von Landschaftsaufnahmen. Das konsequente Festhalten der Künstlerin an der Schwarz-Weiß-Fotografie und ihre Affinität zu kleinen Formaten (in der Regel 30 × 40 cm) geben ihrer Landschaftsfotografie – Panorama-, Stadt-, Baum-, Wasser- und Wolkenbildern – einen ganz eigenen, virtuosen Zauber. Barbara Klemm arbeitet meist mit zwei Kleinbildkameras, einer Spiegelreflex- und einer Messsucherkamera. Nur selten benutzt sie ein Stativ, fast immer fotografiert sie frei aus der Hand. Die entstandenen Aufnahmeserien bearbeitet sie eigenhändig im Labor, wo sie auch die Auswahl der Motive für die Abzüge auf Barytpapier festlegt. Die Künstlerin zeigt mit ihren Werken eindrücklich, dass Landschaftsfotografie mehr ist als das bloße Abbild des Gesehenen.

Es waren vor allem die charakteristischen Merkmale seiner Zeichenkunst mit ihren vitalisierenden Impulsen und Goethes schöpferischer Blick, gepaart mit der Fähigkeit zu abstrahieren, die Barbara Klemm dazu motivierten, seinen Wegen zu folgen. Beide Werkgruppen verbindet auf verblüffende Weise der Blick für das Besondere einer Landschaft und die Kunst, Bewegung im Bild zu fixieren.

Zeichnerische und haptische Aneignung gingen für Goethe Hand in Hand. Aus diesem Grund zeigt die Ausstellung im Schiller-Museum neben den Fotografien und Zeichnungen auch Objekte aus Goethes naturwissenschaftlicher Sammlung, darunter Mineralien und Pflanzenpräparate, die er als Fundstücke von Reisen mitbrachte. Zeichnungen wie Objekte zeugen eindrücklich von seinen naturphilosophischen Anschauungen. Eine digitale Medienstation erlaubt es den Besuchern, in Goethes Album der 22 Handzeichnungen von 1810 zu blättern. Filmische Kurzporträts geben einen Einblick in die Arbeitsweise Barbara Klemms.

Die Ausstellung findet in Kooperation mit der ALTANA Kulturstiftung statt. Sie variiert und erweitert die gleichnamige Schau, die vom 16. März bis 9. Juni 2014 im Museum Sinclair-Haus in Bad Homburg v.d. Höhe zu sehen war.

Barbara Klemm im Interview auf dem Blog der Klassik Stiftung

Ausstellungsdaten
»Reisenotizen. Barbara Klemm – Fotografien. Johann Wolfgang Goethe – Zeichnungen«
Vom 27. August bis 1. November 2015
Schiller-Museum | Schillerstraße 12 | 99423 Weimar

Öffnungszeiten
27. August bis 24. Oktober 2015 | Di – So 9.30 – 18 Uhr
25. Oktober 2015 bis 1. November 2015 | Di – So 9.30 – 16 Uhr

Eintritt: Erw. 4,50 Euro | erm. 3,50 Euro | Schüler 1,50 Euro

Rahmenprogramm
Kuratorenführungen mit Hermann Mildenberger, Margarete Oppel und Viola Geyersbach
Di | 1. September, 6. Oktober, 27. Oktober | jeweils 15 Uhr

Dialogische Führungen mit dem Weimarer Fotografen Jens Hauspurg und der Kunsthistorikerin Francesca Müller-Fabbri
Sa | 3. Oktober, 17. Oktober, 31. Oktober | jeweils 11 Uhr

Künstlergespräch mit der Fotografin Barbara Klemm und den Kunsthistorikern Wolfgang Holler und Matthias Flügge
Di | 20. Oktober | 18 Uhr | Schiller-Museum

Ausstellungskatalog
Zur Ausstellung ist ein Katalog mit Beiträgen von Wolfgang Holler und Hermann Mildenberger erschienen, herausgegeben von Andrea Firmenich und Johannes Janssen.
204 Seiten | 65 Fotografien in Duplex, 63 Abbildungen in Farbe
Preis 25 Euro | Hirmer Verlag

Besucherinformation
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