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Robert Genschoreks Gemälde »Das Burgtheater« wird erste Erwerbung der Stiftung Ulla und Eberhard Jung

Mit Robert Genschorek hat das Kuratorium der Stiftung Ulla und Eberhard Jung einen hochtalentierten jungen Künstler ausgewählt, dessen Gemälde »Das Burgtheater« (2011/2012) erste Erwerbung der Stiftung wird. Zuvor wurden fünf Nominierungen ausgesprochen. Das Gemälde zeichnet sich durch eine besondere malerische Kraft aus. Sein Titel bietet zudem einen idealen Einstieg in den Zusammenklang von inhaltlicher und formaler Komplexität in der Kunst Robert Genschoreks.

Der Betrachter sieht eine Arbeitssituation im Landschaftsraum. Unter einem leuchtend gelben Sonnenschirm ist auf dem darunter liegenden dunklen Schattenfeld eine verhüllte Figur zu erkennen. Sie hält einen Spaten in den Händen, links neben ihr steht eine mit Erde gefüllte Schubkarre. Ein weiteres technisches Detail ist ein flacher, kastenähnlicher Körper im unteren Bildbereich. Die deutlichen Licht- und Schattenpartien zeigen, dass sich die Erdarbeiten in der Mittagshitze abspielen. Es handelt sich hier jedoch nicht um einfaches Graben oder Ausschachten, sondern um eine archäologische Ausgrabungsstätte. Hier wird ein Theater Stück für Stück freigelegt, deshalb trägt das Gemälde den Titel »Das Burgtheater«.

Das Gemälde widmet sich auf diese Weise dem spannungsreichen Gegensatzpaar von Kultur und Natur. Neben der Landschaft ist ein in diesem Naturraum arbeitender Mensch zu sehen, der sich wiederum einer Kulturtechnik bedient. Hier gräbt aber nicht nur ein Archäologe etwas aus. Die Natur hat ein Kulturgut überwuchert, Erde bedeckt und enthält kulturelle Spuren der Vergangenheit. Damit wird auf vielerlei Weise ein zeitlicher Rahmen angesprochen. Mit Mitteln der zeitgenössischen Kunst, einer aktuellen Malerei, wird auf historisch weit davor liegende Kulturgüter hingewiesen. Das lange Zurückliegende erfährt so eine Wertschätzung.

Robert Genschorek wurde 1987 in Chemnitz geboren, dem damaligen Karl-Marx-Stadt. Nach einer Ausbildung zum Gestaltungstechnischen Assistenten und Fachabitur studiert er seit 2006 Freie Kunst an der Bauhaus-Universität Weimar. Er nahm an Gruppenausstellungen vor allem in der Weimarer Galerie Eigenheim, aber auch in Chi?in?u, Moldawien, teil.

Zweck der unselbständigen Stiftung Ulla und Eberhard Jung ist die Förderung der Bildenden Kunst. Die Förderung soll durch die Klassik Stiftung Weimar erfolgen, insbesondere durch Ankäufe, Durchführung von Ausstellungen und Veranstaltungen und die Vergabe von Stipendien, wobei vornehmlich Studierende und Absolventen der Bauhaus-Universität Weimar in den Blick gefasst werden sollen. Die Bauhaus-Universität Weimar wird auch künftig fünf Arbeiten jährlich zum Kauf vorschlagen.

Weitere Informationen zur Stiftung:
? Stiftung Ulla und Eberhard Jung

Die nebenstehende Abbildung kann im Rahmen der aktuellen Berichterstattung unter Angabe der Bilddaten kostenfrei verwendet werden.

Für weitere Informationen stehen Ihnen zur Verfügung:

Dr. Julia Glesner | Pressesprecherin
03643 | 545-104
0172 | 84 62 910

Timm Schulze | Pressereferent
03643 | 545-113
0172 | 79 999 59

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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