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Rückgabe und Schenkung – Gütliche Einigung mit den Nachfahren der Fürstin Anna-Luise von Schwarzburg

Die Klassik Stiftung Weimar und die Nachfahren der Fürstin Anna-Luise von Schwarzburg-Rudolstadt-Sondershausen haben sich über die Rückgabe von 52 nach 1945 enteigneten Kunstobjekten gütlich geeinigt. Die Gemälde, Miniaturen und Grafiken, außerdem Fotografien, Schreibzeug, ein Becher und ein Kammerherrenschlüssel stammen aus Schloß Sondershausen und kamen 1952 nach Weimar.

 

Nach der jetzt erfolgten Einigung werden 45 Objekte, vorrangig Porträts von Angehörigen des Fürstenhauses, an die Erben zurückgegeben. Sechs Objekte bleiben als Schenkung in Weimar. Das sind drei Originalzeichnungen und drei Gemälde, die die Stiftungsbestände sinnvoll ergänzen und in künstlerischer wie auch thematischer Hinsicht eine wichtige Bereicherung darstellen. Von dem Arnstädter Hofmaler Johann Alexander Thiele (1685-1752) besaß die Stiftung bislang nur Grafiken und einige Zeichnungen, durch die Schenkung kommen zwei Gemälde des Künstlers, darunter eine Holländische Flusslandschaft, die im Schillerhaus zu sehen ist, hinzu. Hervorzuheben ist auch der Zuwachs durch den bisher in den Beständen der Stiftung gar nicht vertretenen Berliner Künstler Albert Trippel (1813-1854), der wie viele seiner Zeitgenossen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts lange in Italien gearbeitet hatte. Von ihm erhält die Stiftung ein Ölgemälde Italienische Felsenlandschaft am Meer. Außerdem umfasst die Schenkung eine Zeichnung des Schlosses Rathsfeld am Kyffhäuser mit einer Widmung an Schillers Schwiegermutter Luise Juliane von Lengefeld, eine Rötelzeichnung mit dem Bildnis des Hoftischlers Lenkert von 1804 sowie ein Aquarell mit der Ansicht von Schloß Kochberg um 1800.

 

Ein Gemälde, das Bildnis des Grafen Friedrich Magnus von Solms-Laubach von dem Maler Conrad Faber von Creuznach aus dem Jahr 1543, das in der altdeutschen Abteilung des Schloßmuseums gezeigt wird, verbleibt als Leihgabe bis zum 31. März 2007 in der Stiftung.

 

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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