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Seltene Autographen zum Mozart-Jubiläum

Dem 250. Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) widmet das Goethe- und Schiller-Archiv in Weimar vom 11. bis 20. Mai eine kleine Schau kostbarer Autographen. Originale Notenhandschriften und Briefe sowie seltene Zeitdokumente veranschaulichen vor allem die intensive Auseinandersetzung der Weimarer Klassiker mit dem Komponisten, dessen Musik schon um 1780 im Tiefurter Kreis um Anna Amalia bevorzugt gespielt wurde. Im Weimarer Hoftheater wurden unter Goethes Oberleitung ab 1791 im Laufe von acht Jahren sämtliche Bühnenwerke des Wiener Klassikers aufgeführt. Die »Zauberflöte« avancierte zur Lieblingsoper des Weimarer Publikums und brachte es allein auf mehr als 80 Aufführungen. Goethe verfasste zu diesem Werk einen zweiten Teil mit Analogien zum »Faust II«, für dessen Vertonung sich allerdings kein geeigneter Komponist fand. Ein frühes Textbuch der »Zauberflöte« mit eigenhändigen Bemerkungen Goethes sowie Szenarien zu seiner Fragment gebliebenen Fortsetzung aus dem Jahr 1798 werden in der Ausstellung zu sehen sein. Auch Bühnenzeichnungen von der Hand Goethes, Kostümfigurinen sowie Briefe von Zeitgenossen werden gezeigt.

Im Original werden außerdem die wenigen in Weimar überlieferten Mozart-Autographen präsentiert: Das Klavierkonzert B-Dur, KV 450 aus dem Jahr 1784 aus dem Bestand der Herzogin Anna Amalia Bibliothek sowie die Fragment gebliebene Notenschrift der Fantasie c-Moll für Klavier und Violine, KV 396, die sich in Goethes Besitz befand und später von Maximilian Stadler als Klavierstück bearbeitet und veröffentlicht wurde. Zwei Briefe Mozarts, die der Musikschriftsteller Friedrich Rochlitz 1814 für Goethes Autographensammlung nach Weimar schickte, stammen aus dem Jahr 1778 und sind an den späteren Schwiegervater des Komponisten, Fridolin Weber, bzw. an dessen Tochter Aloysia gerichtet.

Die Mozart-Rezeption der nachklassischen Zeit dokumentieren u. a. eine eigenhändige Partitur von Franz Liszt »A la Chapelle Sixtine. Misere d’Allegri et Ave verum corpus de Mozart« sowie der Programmzettel des »Mozart-Konzertes« der Weimarer Hofkapelle zum Geburtstag des Komponisten am 27. Januar 1858 unter der Leitung Liszts. Aus dem Nachlaß Friedrich Nietzsches werden die eigenhändige Aufzeichnung einer Mozart-Sinfonie und musikalische Gedanken aus einem Studienheft präsentiert.

 

Bitte beachten: Eine Presse-Vorbesichtigung findet am 10. Mai um

11 Uhr (Goethe- und Schiller-Archiv, Hans-Wahl-Straße 4) statt.

Die offizielle Eröffnung ist am 11. Mai um 16 Uhr.

 

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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