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Sichtbarer Glaube im „Gefängnis der Leidenschaft“

Am Sonntag, 17. Februar 2008, 11 Uhr widmet sich die Vortragsreihe „Sichtbarer Glaube“ der Figur der betörenden Salome. Am Beispiel von Lovis Corinths Bild „Gertrud Eysoldt als Salome“ (1903) wird diese eigenwillige biblische Frauengestalt im Schlossmuseum Weimar vorgestellt. Mit dem Maler Corinth lernt der Besucher dabei einen der wichtigsten Vertreter des deutschen Impressionismus kennen.

Das neue Testament berichtet von Salome, der Tochter der Herodias. Von ihrer Mutter dazu angestiftet, fordert Salome das Haupt von Johannes dem Täufer als Belohnung für einen Tanz vor ihrem Stiefvater Herodes Antipas. Die anziehende und zerstörerische Gestalt der Salome faszinierte Künstler über Jahrhunderte und forderte zu vielfältigen Bearbeitungen des Stoffes heraus. Besonders das 19. Jahrhundert entwickelte ein gesteigertes Interesse an der Thematik. Nicht nur Corinth, sondern auch Künstler wie Gustav Moreau oder Aubrey Beardsley, Oscar Wilde und Richard Straus begeisterten sich für die betörende Tänzerin.

Aufschluss über das Motiv der Salome in Bibel und Kunst geben am Sonntag der Theologe Wolfram Lässig und der Kunsthistoriker Dr. Wolfgang Metzger. Musikalisch begleiten Christiane Freywald (Bratsche) und Armin Freywald (Gitarre) die Veranstaltung mit Werken um 1900.

 

Veranstaltungsdaten:
„Gefängnis der Leidenschaft – Gertrud Eysoldt als Salome von Lovis Corinth“
Sonntag, 17. Februar 2008 um 11 Uhr
Schlossmuseum Weimar
Eintritt: 3,00 Euro / Schüler 1,00 Euro
Dauer ca. 1 Stunde

Eine Veranstaltung der Klassik Stiftung Weimar in Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden Weimars.

 

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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