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Sichtbarer Glaube zeigt weiblichen Widerstand

In der Reihe „Sichtbarer Glaube – Biblische Frauen in der Kunst“ wird am Sonntag, 16. März 2008, um 11 Uhr ein rätselhaftes Gemälde aus dem Depot der Klassik Stiftung Weimar vorgestellt. Das Werk eines unbekannten Malers des 17. Jahrhunderts zeigt Judith, die auf den abgeschlagenen Kopf des Holofernes verweist, den ihre Dienerin in einer Schale hält. Das sich derzeit in den Restaurierungswerkstätten der Stiftung befindliche Gemälde wird im Rahmen der Matinée erstmals einem breiteren Publikum vorgestellt.

Das Alte Testament berichtet von der schönen, jungen Witwe Judith, die sich heldenhaft für die Befreiung der Israeliten einsetzte, indem sie dem assyrischen Feldhauptmann Holofernes nach einem Trinkgelage den Kopf abschlug. Führerlos gaben die Assyrer die Belagerung der Stadt Bethulia auf und ergriffen die Flucht. Die Geschichte der mutigen und keuschen Judith, die seitdem als Sinnbild für den Sieg der Tugend über das Laster gilt, regte ganze Künstler-Generationen zu Interpretationen an. Seit der Renaissance erfreut sich das Motiv äußerster Beliebtheit, wobei Tötungsakt und Triumph besonders häufig dargestellt wurden. Dem Triumph widmet sich auch das Werk aus den Kunstsammlungen der Klassik Stiftung Weimar.

Aufschluss über das geheimnisvolle, ungerahmte Bild, seine Herkunft und das Thema der Judith in Kunst und Religion werden am Sonntag der Theologe Mihail Rahr und die Kunsthistorikerin Dr. Bettina Werche geben. Musikalisch begleitet Erik Warkenthin den Vortrag auf einer Renaissancelaute mit Musik der Zeit.

Veranstaltungsdaten

Sichtbarer Glaube

Weiblicher Widerstand – Judith befreit die Israeliten von der Belagerung des Holofernes (17. Jh.)

Theologe: Mihail Rahr (russ.-orth.)

Kunsthistorikerin: Dr. Bettina Werche, Klassik Stiftung Weimar

Musik: Erik Warkenthin, Renaissancelaute

Sonntag, 16.03.2008 um 11 Uhr

Schlossmuseum Weimar

Eintritt: 3,00€ / Schüler 1,00€

Dauer ca. 1 Stunde

Eine Veranstaltung der Klassik Stiftung Weimar in Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden Weimars

Für weitere Informationen steht Ihnen Saskia Helin unter den Telefonnummern 03643 | 545-113 und 0172 | 79 999 59 zur Verfügung.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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