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Stadt hat Freiraumplanung für das neue Bauhaus-Museum Weimar im Stiftungsrat vorgestellt – Brandfolgenmanagement HAAB und mittelfristige Finanzplanung 2017 bis 2021 als weitere Themen behandelt

Der Stiftungsrat der Klassik Stiftung Weimar beriet heute erstmals unter der Leitung des neuen Stiftungsratsvorsitzenden Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei des Freistaates Thüringen.

Die für die Freiraumgestaltung des Bauhaus-Museums zuständige Stadt Weimar informierte den Stiftungsrat in der Sitzung über den aktuellen Stand der Vorplanung. Weitere Themen waren die Bewältigung der Brandfolgen in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek für die Jahre 2017 bis 2030 und die mittelfristige Finanzplanung der Klassik Stiftung von 2017 bis 2021.

Freiraumplanung für das neue Bauhaus-Museum
Gemäß der Bau- und Finanzierungsvereinbarung zwischen der Stadt Weimar und der Klassik Stiftung Weimar wird die Freiraumgestaltung im Umfeld des neuen Bauhaus-Museums in Bauherrenschaft der Stadt vom Büro Vogt Landschaft GmbH durchgeführt.

Das attraktive Vorfeld soll für das Bauhaus-Museum einen wirkungsvollen Auftritt ermöglichen, es aus dem Schatten des Gauforums herauslösen und die Position des Museums im semantischen Spannungsfeld von NS-Zeit, Urbanität und Vertreibung des Bauhauses vermitteln. Der Platz soll für Veranstaltungen nutzbar sein und ein Ort der Begegnung und Kommunikation werden. Im Zusammenspiel der benachbarten Einrichtungen - dem Stadtmuseum Weimar, der Ausstellung im sogenannten Gauforum, dem heutigen Sitz des Landesverwaltungsamtes, dem Neuen Museum Weimar und dem neuen Bauhaus-Museum - könnte dieses Areal perspektivisch zu einem Quartier der Moderne entwickelt werden.

Der Stiftungsrat hat einvernehmlich entschieden, die weiteren Vorplanungen für die Gestaltung dieses historisch und semantisch aufgeladenen Platzes in einer Arbeitsgruppe bestehend aus Vertretern der Stadt Weimar, der Klassik Stiftung und dem Planungsbüro zu entwickeln.

Weitere Schwerpunkte der Freiflächengestaltung sind:

  • für die Südseite des neuen Bauhaus-Museums die Anbindung des denkmalgeschützten Parks an der Weimarhalle in den gestalterischen und funktionellen Belangen,
  • für die Westseite des Gebäudes die Heranführung des Grünzugs entlang des Asbachs sowie die Erschließung durch Rad- und Gehwege,
  • und für die Nordseite die Erschließung des Museums mit Anlieferverkehr bei einer gleichzeitig parkartigen Gestaltung und Sicherung der Durchgängigkeit für Fußgänger und Radfahrer.

Bewältigung der Brandfolgen in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek (HAAB) für die Jahre 2017 bis 2030
Der Stiftungsrat hat in seiner heutigen Sitzung die Stiftung beauftragt, eine Finanzplanung für den Personal- und Mittelbedarf zur Bewältigung der Brandfolgen in der HAAB für den Zeitraum ab 2017 auszuarbeiten und in der nächsten Sitzung zur Entscheidung dem Gremium vorzulegen.

Die Restaurierungsarbeiten an den brandgeschädigten Bucheinbänden sind bereits zu mehr als 90 % abgeschlossen. Die Restaurierung der brandgeschädigten Papiere – dazu zählen auch die wertvollen Musikhandschriften - wird jedoch noch weitere Jahre in Anspruch nehmen. Daher muss u.a. geklärt werden, in welchem Umfang die Restaurierungswerkstatt in Legefeld weitergeführt werden kann. Dafür hat die Herzogin Anna Amalia Bibliothek ein Konzept vorgelegt.

Mittelfristige Finanzplanung für die Jahre 2017 bis 2021
Die Klassik Stiftung und ihre Zuwendungsgeber haben die Gespräche zur mittelfristigen Finanzplanung der Stiftung für die Jahre 2017 bis 2021 aufgenommen. Das aktuelle Finanzierungsabkommen zwischen den Zuwendungsgebern Stadt Weimar, Freistaat Thüringen und dem Bund läuft Ende 2016 aus. Ein mögliches neues Abkommen könnte die Jahre 2017 bis 2021 umfassen und müsste dann 2016 unterzeichnet werden.

Die Klassik Stiftung wird im Haushaltsjahr 2015 institutionell paritätisch mit je 10,6 Millionen Euro vom Bund und dem Freistaat Thüringen sowie von der Stadt Weimar rund 2 Millionen Euro gefördert. Den institutionellen Zuwendungen stehen rund 4 Millionen an eigenen Einnahmen (Eintritt, Verkauf, Vermietung) zur Seite. Für Baumaßnahmen und investive Vorhaben stellen Bund und Land zusätzlich Projektmittel in Höhe von 14,3 Millionen Euro zur Verfügung.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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