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Stellungnahme zu den Empfehlungen des Wissenschaftsrates vorgelegt – Stiftungsrat gibt Gesamtkonzept in Auftrag – Dr. Thomas Leßmann wird neuer Verwaltungsdirektor und Vizepräsident

Der Stiftungsrat der Klassik Stiftung Weimar hat in seiner heutigen Sitzung die Stellungnahme der Stiftung zu den Empfehlungen des Wissenschaftsrates zur Kenntnis genommen und die Stiftung beauftragt, zur Frühjahrsitzung des Stiftungsrates ein Gesamtkonzept auf Grundlage dieser Empfehlungen vorzulegen. »Die Zuwendungsgeber bekennen sich zu ihrer Verantwortung für die Klassik Stiftung Weimar. Die Aufgabe der Stiftung zur Bewahrung, Erschließung, Erforschung und Vermittlung der Weimarer Sammlungen als einzigartiges Zeugnis der deutschen Kultur bleibt auch künftig auf der Tagesordnung«, so Stiftungsratsvorsitzender Christoph Matschie. Er verweist darauf, dass Land und Bund ihre Zuwendungen für die Klassik Stiftung im kommenden Jahr um zusammen 1 Million Euro erhöhen. »Die Stiftung ist damit handlungsfähig.« Nun komme es darauf an, die einzelnen Bausteine zu einem Gesamtkonzept zusammenzufügen. »Der Wissenschaftsrat hat uns dazu wertvolle Anregungen gegeben«, so Matschie.

Der Wissenschaftsrat hatte in seiner Stellungnahme im Mai dieses Jahres der Klassik Stiftung eine »deutlich positive Entwicklung« attestiert (vgl. Pressemitteilung vom 27. Mai 2011). Zugleich empfahl er, den bereits vorliegenden Konzepten der verschiedenen Arbeitsbereiche einen gemeinsamen Rahmen zu geben und darin die Kernaufgaben und Schwerpunktsetzungen der Gesamtinstitution zu formulieren. Die Stiftung hält die in den vergangenen Jahren ausgearbeiteten Konzepte für mehr als ein bloßes »Konglomerat«, sieht aber zugleich die Chance, dass ein »Gesamtkonzept« die bestehenden rechtlichen und konzeptionellen Vorgaben und damit das Arbeitsprogramm der Stiftung stärken kann. Der überarbeitete Masterplan »Kosmos Weimar« wird die baulichen Maßnahmen in diesem Gesamtkonzept darstellen.

Eine weitere Empfehlung des Wissenschaftsrats betraf einen zu bildenden Forschungsverbund zwischen der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, dem Deutschen Literaturarchiv Marbach und der Klassik Stiftung Weimar. Zu prüfen ist, ob diese »drei wichtigsten deutschen Forschungsbibliotheken und Archive (...) unter Beibehaltung ihrer rechtlichen Selbständigkeit in einem (...) Verbund zusammengeführt werden können«. Bestechend an dieser Idee ist die Vision einer flexibel institutionalisierten, vornehmlich an gemeinsamen Arbeitsprojekten orientierten, trilateralen Plattform, die national und international eine große Sichtbarkeit entfaltet und zugleich für die je eigene Entwicklung der drei verbundenen Einrichtungen wichtige Impulse gibt. Basierend auf der Annahme, dass dieses Ziel nur auf Basis weiterer finanzieller Mittel erreicht werden kann, haben die drei Einrichtungen dem Bundesministerium für Bildung und Forschung ein die bestehenden Trägerstrukturen nicht antastendes Konzept vorgelegt, das bis zum Ende des Jahres mit dem BMBF abgestimmt werden soll. Aktuell geben die drei Einrichtungen bereits gemeinsam die Zeitschrift für Ideengeschichte heraus.

Der Stiftungsrat berief in seiner heutigen Sitzung darüber hinaus den 1969 geborenen Dr. Thomas Leßmann zum neuen Verwaltungsdirektor und Vizepräsidenten der Klassik Stiftung. Leßmann ist Jurist und leitet bereits seit Mai 2010 kommissarisch die Verwaltung der Stiftung, für die er bereits seit Oktober 2001 als Justitiar tätig ist. Er begleitete in dieser Zeit ebenso die Fusion der Stiftung Weimarer Klassik mit den Kunstsammlungen zu Weimar, die Evaluation durch den Wissenschaftsrat und die anschließende Strukturveränderung zum 1. Januar 2006. Von Juni 2007 bis Mai 2008 war Leßmann im Thüringer Kultusministerium tätig und arbeitete u.a. zu Fragen der Stiftungsaufsicht. Die Stiftungsleitung begrüßt die Berufung von Thomas Leßmann zum neuen Verwaltungsdirektor und Vizepräsidenten. »Er steht für ein betriebswirtschaftlich orientiertes Kulturmanagement, das er mit Leidenschaft für die Kultur betreibt«, so Hellmut Seemann, Präsident der Klassik Stiftung.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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