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Streit um Glaube und Toleranz


Mit Lessings »Ringparabel«, rezitiert und aus heutiger Sicht diskutiert, beginnt die Stiftung Weimarer Klassik am 12. September, 19.30 Uhr, eine Reihe von Begleitveranstaltungen zu ihrer Ausstellung »Geheime Gesellschaft. Weimar und die deutsche Freimaurerei«. Zur Frage nach dem »wahren Glauben« und religiöser Toleranz äußern sich - ausgehend von Lessings Gleichnis und unter Bezug auf die unterschiedlichen Interpretationen durch die Freimaurer - Vertreter der drei Weltreligionen:
Aus islamischer Sicht spricht der Journalist und Mitbegründer u.a. des Islamrates für die Bundesrepublik Deutschland Muhammad Salim Abdullah (Soest). Die jüdische Seite vertritt der Religionswissenschaftler und Autor Ernst Ludwig Ehrlich (Riehen/Schweiz), der für seine Pionierarbeit im deutsch-jüdischen Dialog u.a. zum Ehrendoktor der Universität Basel berufen wurde. Für das Christentum spricht der Pfarrer der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Herford und Vorsitzende der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Herford Wolfgang Otto. Die Veranstaltung im Festsaal des Wittumspalais wird moderiert von dem Osnabrücker Kommunikationswissenschaftler und Unternehmensberater Felix Osterheider.
In der Reihe des Begleitprogramms, das vom Freundeskreis des Goethe-Nationalmuseums mitveranstaltetet wird, sind außerdem vorgesehen: Vorträge über »Frauen in der Freimaurerei« (20. September) und »Freimaurerei und Gesellschaft« (19. Oktober), eine Podiumsdiskussion u.a. mit Jan Philipp Reemtsma zum Thema »Aufklärung, Klassik, Freimaurerei« (23. Oktober) sowie die Uraufführung von Lessings Schauspiel »Ernst und Falk. Gespräche für Freymäurer« in einer Inszenierung des Hamburger Kulturbüros (30. November).
Die Ausstellung »Geheime Gesellschaft« ist noch bis zum Jahresende im Schiller-Museum zu sehen. Sie veranschaulicht mit rund 500 Exponaten aus europäischen Sammlungen und aufwendigen Inszenierungen die engen Verbindungen zwischen der Weimarer Kulturgeschichte und der Entwicklung der Freimaurerei vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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