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Sturm »Emma« verursacht gravierende Folgeschäden im Tiefurter Park

In den frühen Morgenstunden des 1. März 2008 hat Sturm »Emma« verheerende Schäden und unwiederbringliche Verluste im Schlosspark Tiefurt verursacht. Die Arbeiten zur Beseitigung der Schäden haben begonnen, damit sich der Park seinen Besuchern sobald wie möglich wieder aufgeräumt und in einem gepflegten Zustand präsentieren kann. Insgesamt wurden etwa 40 Bäume teils abgeknickt oder anderweitig stark beschädigt. Nachdem eine erste Bestandsaufnahme zunächst einen Verlust von 35 Bäumen beklagte, hat sich die Zahl somit noch erhöht. Besonders gravierend ist ein auf den ersten Blick nicht gleich erkennbarer Schaden. Der letzte, noch vollständig erhaltene alte Lärchenbaum der ehemals markanten Dreiergruppe am Rande der großen Wiese wurde durch den Sturm irreversibel geschädigt. Eine genaue Untersuchung ergab, dass sich der Wurzelteller stark bewegt und gelockert hat. Die Windböen erschütterten den exponiert stehenden, bereits geneigten Baum offenbar dermaßen, dass die Wurzeln beschädigt bzw. abgerissen wurden. Breite Risse im umgebenden Erdreich und am Stammfuß sowie ein deutlich angehobener Wurzelballen zeugen von den extrem starken Kräften, die während des Sturmtiefs auf den Baum einwirkten. Da die Lärche nun nicht mehr ausreichend im Boden verankert ist, kann sie jederzeit umsinken oder bei der nächsten stärkeren Windböe umstürzen. Um die Sicherheit der Parkbesucher dauerhaft gewährleisten zu können, wird die Abteilung Gärten der Klassik Stiftung Weimar nun eine Fällung des irreversibel beschädigten Baumes und des daneben stehenden Stammstumpfes veranlassen müssen.   

Die Lärchen zählten zu dem Originalbestand des Parkes und waren um 1804 zu Zeiten der Herzogin Anna Amalia angepflanzt worden. Sie wurden damals wegen ihres feinen Astwerks, der zart grünen Benadelung und der markanten Wuchsform gerne verwendet. Die Lärchen passten zur heiter-melancholischen Atmosphäre der Parkanlage und akzentuierten die große Wiese in der Umgebung des Schlösschens.

Die Zerstörung des Dreierensembles durch Unwetter erfolgte in mehreren Schritten: Die erste Lärche fiel im Januar 1993 einem Wintersturm zum Opfer. Der Wipfel des zweiten Baumes wurde bei einem Sturm Ende Oktober 2002 heraus gebrochen. Mit dem Verlust der dritten Lärche muss nun ein Generationenwechsel eingeleitet werden. Spätestens im Frühjahr 2009 wird eine neue Lärchengruppe an derselben Stelle gepflanzt, damit auch künftige Generationen von Parkbesuchern sich wieder an dem Anblick einer sich malerisch entwickelnden Baumgruppe erfreuen können.

 
Bildmaterial:

Auf Anfrage stellen wir Ihnen gerne folgendes Bildmaterial zur Verfügung:

Die Lärchengruppe im Schlosspark Tiefurt, Zustand 1986

Die Lärchengruppe im Schlosspark Tiefurt, Zustand 1997

Die Lärchengruppe im Schlosspark Tiefurt, Zustand 2003

Die Lärchengruppe im Schlosspark Tiefurt, Zustand 11.03.2008

Die Lärchengruppe im Schlosspark Tiefurt, Detailansicht Riss am Stammfuß, Zustand 11.03.2008

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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