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Thüringer Natur-Notizen von Lyonel Feininger

Mit einer Ausstellung bislang unveröffentlichter »Natur-Notizen« von Lyonel Feininger (1871-1956) wird die Klassik Stiftung Weimar ab 19. Februar 2006 im Bauhaus-Museum an den ersten Weimarer Aufenthalt des Künstlers vor 100 Jahren erinnern. Die 34 Blätter mit Thüringer Motiven stammen aus Privatbesitz und konnten mit Unterstützung der Sparkasse Mittelthüringen für die Weimarer Bauhaus-Sammlung erworben werden. In der Ausstellung werden sie durch 25 Radierungen und Holzschnitte aus der eigenen Sammlung sowie die Gemälde »Dröbsdorf« und »Schlossgasse« ergänzt. Auch zwei Grafiken zur Dorfkirche von Gelmeroda als jüngste Neuerwerbungen des Fördervereins der Kunstsammlungen werden zu sehen sein.
Mit Weimar war Lyonel Feininger, dessen 50. Todestag im kommenden Jahr begangen wird, ab 1906 durch zeitweilige Aufenthalte verbunden. Er hatte ein Atelier in der Stadt, durchstreifte die Dörfer der Umgebung und hielt sie in zahlreichen Skizzen fest. Auf diese meist vor der Natur geschaffenen Skizzen griff er sein Leben lang zurück und entwickelte aus ihnen seine bedeutenden Gemälde und Handzeichnungen. Die jetzt erstmals vorgestellten und publizierten Natur-Notizen stammen aus der Zeit von 1911 bis 1926. Sie zeigen Motive aus Erfurt, Gelmeroda, Lehnstedt, Mellingen, Öttern, Tröbsdorf, Umpferstedt und Vollersroda.
Im Frühjahr 1919 wurde Feininger von Walter Gropius als einer der ersten Meister an das neu gegründete Staatliche Bauhaus in Weimar berufen. Hier schuf der Künstler nicht nur seinen Titelholzschnitt »Kathedrale der Zukunft« für das Bauhausprogramm, sondern leitete in kongenialer Weise die druckgrafische Werkstatt des Bauhauses. Mit der Herausgabe der Mappenwerke »Bauhaus-Drucke. Neue Europäische Grafik« (1921-1924) leistete Feininger seinen besonderen Beitrag zum Netzwerk der europäischen Moderne. 1925 folgte er dem Bauhaus nach Dessau.
Die Ausstellung »Lyonel Feininger in Weimar« wird am 18. Februar um 16 Uhr im
Bauhaus-Museum eröffnet. Sie ist bis 11. Juni zu besichtigen.
Pressetermin: 17. Februar, 11 Uhr.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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