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Tod in Arkadien? Zum Erinnerungskult in frühen Landschaftsgärten

In der Veranstaltungsreihe »Europäische Gartenkunst in Weimar« findet am Donnerstag, 26. Juni 2008, 18 Uhr, im Teepavillon des Tiefurter Schlossparks die zweiten Veranstaltung statt. Die Berliner Kunsthistorikerin Dr. Annette Dorgerloh hält einen Vortrag zum Thema »Tod in Arkadien? Zum Erinnerungskult in frühen Landschaftsgärten«.

Im Rückgriff auf antike Traditionen begannen einige aufgeklärte Adlige und Fürsten im 18. Jahrhundert in ihren Gartenanlagen nicht nur Denkmäler zu errichten, sondern auch richtige Grabmäler zu integrieren. Bald schon folgten ihnen bürgerliche Gartenbesitzer wie  Christoph Martin Wieland in Oßmannstedt oder Friedrich Justin Bertuch in Weimar.

Den Weg dafür hatten Maler wie Nicolas Poussin oder Claude Lorrain geebnet. In ihren Entwürfen klassischer Landschaften verbanden sie ein neues Naturideal mit einem intensivierten Geschichtsbewusstsein. Schäfer- und Hirtenszenen bekamen damit eine programmatische Bedeutung. Im Landschaftsgarten wurden derartige arkadische Szenen schließlich in dreidimensionale Erlebnisräume überführt. In ihnen nahmen Grab- und Erinnerungsmäler eine herausragende Stellung ein. Hierfür wurden Denkmalstypen und –formen entwickelt, die im 19. Jahrhundert auch in die Stadträume getragen wurden und deren Bild nachhaltig prägten.

Dr. Annette Dorgerloh ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kunstgeschichtlichen Seminar der Humboldt-Universität zu Berlin und bearbeitet am Sonderforschungsbereich 644 „Transformationen der Antike" ein Projekt zu Geschichtsprogrammen in der Gartenkunst des 18. Jahrhunderts.

Veranstaltungsdaten
Veranstaltungsreihe »Europäische Gartenkunst in Weimar«
»Tod in Arkadien? Zum Erinnerungskult in frühen Landschaftsgärten«.
Vortrag von Dr. Annette Dogerloh, Berlin
Donnerstag, 26. Juni 2008 | 18 Uhr
Ort: Schlosspark Tiefurt | Teepavillon
Teilnahme kostenfrei

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Voranmeldungen werden bis zur Hälfte der möglichen Teilnehmerzahl angenommen.

Informationen
Klassik Stiftung Weimar
Referat Forschung und Bildung
Burgplatz 4 | 99423 Weimar
Tel.: 03643 | 545-561

Weitere Termine der Reihe Europäische Gartenkunst in Weimar finden Sieunter www.klassik-stiftung.de/veranstaltungen/veranstaltungen-ausstellungen.html

Für weitere Informationen steht Ihnen Saskia Helin unter den Telefonnummern 03643 | 545-113 und 0172 | 79 999 59 zur Verfügung.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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