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»Varietas – Neues aus den Museen« zeigt Bildnisse der Sibylle von Cleve

Aus Anlass ihres 500. Geburtstags zeigt eine neue Ausstellung in der Reihe »Varietas – Neues aus den Museen« Bildnisse der Sibylle von Cleve. Die Vernissage der Ausstellung, die bis zum 15. Januar 2013 läuft, findet heute, Freitag, 13. Juli 2012, um 16:30 Uhr in der Falkengalerie des Stadtschlosses statt. Dr. Gert-Dieter Ulferts, Leiter der Kunstsammlungen, spricht über ausgewählte Bildnisse der Sibylle von Cleve.

Im Mittelpunkt der kleinen Ausstellung steht das Porträt der Sibylle von Cleve als Braut aus der Hand Lucas Cranachs d.Ä. Es gehört zu den populärsten Gemälden der Weimarer Kunstsammlungen und entstand gemeinsam mit dem Porträt ihres Bräutigams, Kurprinz Johann Friedrich Herzog von Sachsen, zur Hochzeit auf Schloss Hartenfels in Torgau 1527.

Der Hofmaler Lucas Cranach malte die zukünftige Kurfürstin wiederholt, erstmals nach der Eheschließung 1526. Das Gemälde befindet sich zusammen mit seinem Pendant in der Weimarer Galerie. Ausgehend von diesen Porträts präsentiert die Klassik Stiftung Darstellungen Cranachs und seiner Werkstatt, die Sibylle in verschiedenen Lebensaltern und Funktionen zeigen. Weitere Exponate der Ausstellung sind das Porträt der Sibylle in der Zeit der Gefangenschaft Johann Friedrichs (1551) aus der Hand Lucas Cranachs d.J. (Werkstatt) oder ihr Portrait von Lucas Cranach d.Ä. (Werkstatt) als Kurfürstin von Sachsen (um 1533). Ebenfalls stellt die Klassik Stiftung den Bildnistondo der Sibylle von Cleve von Hans Reinhart (1535) aus, der gemeinsam mit der Darstellung ihres Ehemanns zur Ausstattung der Residenz Schloss Hartenfels gehörte.

Sibylle von Cleve wurde am 17. Juli 1512 als Prinzessin des Vereinigten Herzogtums Jülich-Cleve-Berg in der Residenz Düsseldorf geboren. Ihre Eheschließung als 14-jährige erfolgte aus politisch-dynastischen Gründen. Die Wettiner in Sachsen und Thüringen suchten mit der Verbindung ihrer Familien ältere Lehnsansprüche auf Territorien am Niederrhein durchzusetzen, die allerdings langfristig an Brandenburg-Preußen fielen. Nach der verlorenen Schlacht von Mühlberg 1547 stand Sibylles Ehemann als Gefangener Karls V. unter Aufsicht des kaiserlichen Hofs. Er hatte dem Kaiser an seine Aufenthaltsorte in den Niederlanden, in Augsburg und Innsbruck zu folgen. Aus Brüssel sandte Johann Friedrich 1548 Sibylle eine Miniatur in Form eines Kapselmedaillons. Der mit der Übersendung dieses Porträts verbundene Briefwechsel überliefert, wie vertraut und ungewöhnlich innig die Verbundenheit der fürstlichen Eheleute war. Johann Friedrich blieb nach seiner Rückkehr aus der Gefangenschaft 1552 die Residenz Weimar mit den wettinischen Territorien in Thüringen. Nach ihrem Tod 1554 wurde das Paar in der Herderkirche beigesetzt. Der von der Cranach-Werkstatt unter der Leitung des Sohnes Lucas Cranach d.J. um 1555 fertiggestellte Altar zeigt Sibylle an der Seite ihres Gatten auf dem linken Seitenflügel.

Vom 9. Oktober bis zum 4. Dezember 2012 begleitet ein Vortragsprogramm die Ausstellung. Am 9. Oktober 2012 wird Dr. Gerhard Müller um 18 Uhr in der Falkengalerie über Sibylle von Cleve als Ehefrau und Weggefährten eines ernestinischen Kurfürsten im 16. Jahrhundert sprechen. Der Eintritt ist im Eintrittspreis für das Schlossmuseum inbegriffen.

Die Reihe »Varietas – Neues aus den Museen« zeigt Unbekanntes und lange nicht gezeigte Stücke in neuer Perspektive.

Ausstellungsdaten

Cranachs Sibylle
Ausstellung in der Reihe »Varietas – Neues aus den Museen«
14. Juli bis 15. Januar 2013
Schlossmuseum Weimar, Cranach-Galerie
Burgplatz 4 | 99423 Weimar
Jul-15. Okt. | Di-So | 10-18 Uhr
16. Okt.-Jan. | Di-So | 10-16 Uhr
An Feiertagen gelten gesonderte Öffnungszeiten.
Eintritt (Schlossmuseum Weimar)
Erw. 6€ | erm. 5€ | Schüler (16-20 Jahre) 2,50€

Information

Besucherinformation
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