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Vierte Kamelien-Schau in Belvedere

Mit einer umfangreichen Schau blühender Kamelien setzt die Klassik Stiftung Weimar vom 4. bis 26. März die Reihe ihrer Pflanzenausstellungen im Langen Haus der Orangerie Belvedere fort. Vorgestellt werden ca. 900 Exemplare jener ostasiatischen Pflanze, die Alexandre Dumas einst mit seiner »Kameliendame« berühmt und zur Modeblume der europäischen Salons gemacht hatte. Die in Belvedere ausgestellten Pflanzen aller Größen stammen vor allem aus Kamelienzuchtbetrieben, ein Teil geht aber auch auf die historischen Bestände der Orangerie zurück. In Weimar waren 1816 bereits zehn verschiedene Exemplare des Kamelienstrauches in voller Blüte in den Belvederer Gewächshäusern zu sehen. Im 1820 herausgegebenen »Hortus Belvedereanus«, der durch die Vielfalt seiner Arten berühmten Belvederer Pflanzensammlung, sind unter anderem 27 zum Teil sehr teure Variationen der Kamelie verzeichnet. Großherzog Carl August und Goethe fanden diese schwer zu kultivierenden Exoten so bemerkenswert, daß sie darüber Briefe wechselten. Engen Kontakt pflegte der Weimarer Großherzog auch zu dem Dresdner Hofgärtner Jacob Friedrich Seidel, der als einer der erfolgreichsten Kamelienzüchter ganz Europa mit seinen Pflanzen belieferte. Die in Thüringen herangezogenen Pflanzenstände konnten wegen der ungünstigeren Klima- und Bodenverhältnisse allerdings nie mit den sächsischen Kameliensammlungen konkurrieren.

Im Langen Haus der Orangerie, das nach seiner Wiedereröffnung im Februar 2003 bereits zu seiner vierten Kamelien-Schau einlädt, finden die exotischen Blütensträucher ihren Platz neben anderen Fremdländern. Traditionell überwintern hier Pflanzen, die ursprünglich aus Australien, Neuseeland, Afrika und dem Mittelmeerraum kommen.

Die Kamelien-Ausstellung im Langen Haus wird am 3. März, 15 Uhr, eröffnet. Sie ist bis 26. März mittwochs bis sonntags von 11 bis 17 Uhr zu besichtigen. An den beiden letzten Tagen der Sonderschau werden auch Pflanzen zum Verkauf angeboten.

 

Bitte beachten: Fototermin beim Aufbau der Ausstellung ab 2. März, 10 Uhr, möglich.

 

 

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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