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Von »Götterplänen« und »Mäusegeschäften« <br> - Marbacher Schiller-Jubiläumsschau ab 31. Oktober in Weimar zu sehen


Von »Götterplänen« und »Mäusegeschäften« im Leben Friedrich Schillers erzählt die Marbacher Jubiläumsschau zum 200. Todestag des Dichters, die ab 31. Oktober im Weimarer Schiller-Museum gezeigt wird. Mit 230 Exponaten, vom Taufbuch über Reiseandenken, Briefe und Manuskipte bis hin zum letzten Rezept des Hofmedikus Huschke für den kranken Dichter, illustriert die Ausstellung Schillers Dasein zwischen idealischen Welten und Alltagssorgen. Das Schreiben prägte sein Leben, davon leben konnte er allenfalls im letzten Lebensjahrzehnt.
»Bruder ... ich habe die Menschen gesehen, ihre Bienensorgen, und ihre Riesenprojekte - ihre Götterpläne und ihre Mäusegeschäfte...« Als 21jähriger legte Schiller diese Worte, die die Marbacher Schau in ihrem Titel aufgreift, seinem Helden Karl Moor in den Mund. Sein eigener Weg als einer der ersten Schriftsteller, die von den Einnahmen ihrer Werke zu leben versuchten, verläuft später in eben diesem Spannungsfeld. In insgesamt acht Kapiteln, ausgehend vom Tod Friedrich Schillers 1805, versucht die Ausstellung diesem Weg zu folgen. Die Kuratoren Frank Druffner und Martin Schalhorn nähern sich unter Überschriften wie »Schiller schreibt«, »Schiller rechnet«, »Schiller reist«, »Schiller wird geehrt« den vielfältigen Facetten der Dichterpersönlichkeit: dem Schriftsteller und Herausgeber verschiedener Zeitschriftenprojekte, dem Familienvater und Freund, dem Hochschullehrer und aufstrebenden Theaterdichter, dem von der Nachwelt verehrten Autor. Gezeigt werden Handschriften und Manuskripte, frühe Druckerzeugnisse und Widmungsexemplare, Gemälde und Skulpturen, aber auch zahlreiche persönliche Stücke aus Schillers Besitz. Neben Ausstellungsstücken aus den Marbacher Sammlungen sind vor allem auch Exponate aus dem Goethe- und Schiller-Archiv in Weimar sowie einzelne Leihgaben aus dem In- und Ausland zu sehen.
Die Ausstellung »Götterpläne & Mäusegeschäfte« zum Leben und Werk Friedrich Schillers ist bis zum 17. April 2006 in Weimar zu besichtigen. Die Weimarer Jubiläumsschau, die unter dem Titel »Die Wahrheit hält Gericht - Schillers Helden heute« am Beispiel von sieben Dramen nach der Aktualität Schillers im zeitgenössischen Theater fragt, wird vom 12. November bis 5. Februar in Marbach gezeigt.
Bitte beachten: Eine Presse-Vorbesichtigung der Marbacher Ausstellung im Weimarer Schiller-Museum findet am 27. Oktober, 11 Uhr, statt. Durch die Schau führt Kurator Frank Druffner.

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Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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