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»Wann wird das Morden ein Ende nehmen?« – Michael Wächter und Christoph Heckel lesen aus Feldpostbriefen des Ersten Weltkrieges

Am Donnerstag, 14. August, lesen Michael Wächter und Christoph Heckel, Deutsches Nationaltheater Weimar, im Foyer des Goethe- und Schiller-Archivs aus Feldpostbriefen von Thüringer Soldaten des Ersten Weltkrieges. Am 7. August 1914 fand im Innenhof des Weimarer Schlosses ein feierlicher Feldgottesdienst statt. Der militaristische Überschwang mit Beginn des Ersten Weltkrieges wurde bald von nachdenklichen Schilderungen vom Leiden und Sterben der Soldaten überschattet. Das einzig verfügbare Medium, um die Verbindung zur Heimat aufrecht zu erhalten, war der Feldpostbrief. Die schriftlichen Korrespondenzen geben Zeugnis von den Schattenseiten und den Schrecken des »Großen Krieges«. Die Veranstaltung bildet den Auftakt zur dreiteiligen Lesungsreihe »Stimmen Weimars«, die anhand von zeitgenössischen Briefen und Tagebüchern die Entwicklungen vor dem und während des Ersten Weltkrieges beleuchtet.

Unter dem Titel »… dass man keinen Stein umgewendet lassen darf« setzen Elke Wieditz und Johanna Geißler die Reihe mit einer Lesung zur Frauenbewegung und Lebensreform um 1900 am Donnerstag, 18. September, um 19 Uhr im Kaminzimmer des Weimarer Stadtschlosses fort. Im Mittelpunkt des Abends steht der Wandel eines durch den rechtlichen Rahmen und gesellschaftliche Konventionen geprägten wilhelminischen Frauenbildes. Wichtige Impulse für die akademische Frauenbildung und das Frauenwahlrecht in Deutschland kamen mit Frauenrechtlerinnen wie Selma von Lengefeld und dem von ihr geleiteten Verein Frauenbildung-Frauenstudium auch aus Weimar. Die Lesung widmet sich den »neuen Frauen« in Weimar, die sich verstärkt auch auf kultureller und literarischer Ebene engagierten.

Anna Windmüller und Sebastian Kowski schließen die Reihe am Donnerstag, 16. Oktober, um 19 Uhr im Nietzsche-Archiv mit einer Lesung aus dem Briefwechsel zwischen Harry Graf Kessler (1868–1937) und Elisabeth Förster-Nietzsche (1846–1935). Beide gehörten zu den wichtigsten Akteuren des selbst ernannten »Neuen Weimar«. Der Briefwechsel zwischen dem Kosmopoliten und der Philosophen-Schwester umfasst den ungewöhnlich langen Zeitraum von 1895 bis 1935. Fast 800 Briefe, Karten und Telegramme geben Zeugnis von den kulturellen und politischen Ereignissen vom Kaiserreich über die Weimarer Republik bis in die NS-Diktatur.

Die Lesungen sind Teil des Rahmenprogrammes zur Ausstellung »Krieg der Geister. Weimar als Symbolort deutscher Kultur vor und nach 1914«. Noch bis zum 9. November beleuchtet die Ausstellung »Krieg der Geister. Weimar als Symbolort deutscher Kultur vor und nach 1914« im Neuen Museum den Erste Weltkrieg als »Ur-Katastrophe des 20. Jahrhunderts« (George Kennan) und die ihm vorausgehenden ideologischen Kontroversen. Im Fokus stehen Weimar in der Zeit von 1900 bis 1918 und seine besondere Rolle als ›Hort der deutschen Kultur‹ am Vorabend und während des Krieges.

Veranstaltungsdaten
Stimmen Weimars
»Wann wird das Morden ein Ende nehmen?«
Lesung aus Feldpostbriefen mit Michael Wächter und Christoph Heckel
Donnerstag, 14. August 2014 | 19 Uhr
Goethe- und Schiller-Archiv | Foyer
Hans-Wahl-Straße 4 | 99425 Weimar
Der Eintritt ist frei.

Weitere Termine
»… das man keinen Stein umgewendet lassen darf«
Lesung zu Frauenbewegung und Lebensreform mit Elke Wieditz und Johanna Geißler
Donnerstag, 18. September 2014 | 19 Uhr
Stadtschloss Weimar | Kaminzimmer
Burgplatz 4 | 99423 Weimar

»Neues Weimar«
Lesung aus dem Briefwechsel Harry Graf Kessler (1868–1937) und Elisabeth Förster-Nietzsche (1846–1935) mit Anna Windmüller und Sebastian Kowski
Donnerstag, 16. Oktober 2014 | 19 Uhr
Nietzsche-Archiv
Humboldtstraße 36 | 99425 Weimar

Ausstellungsdaten
»Krieg der Geister. Weimar als Symbolort deutscher Kultur vor und nach 1914«
Noch bis 9. November 2014 | Mi–Mo 10–18 Uhr
Neues Museum Weimar
Weimarplatz 5 | 99423 Weimar
svdmzweb01.klassik-stiftung.de/2014
www.blog.klassik-stiftung.de

Eintrittspreise (inkl. Audioguide)
Erw. 5,50 Euro | erm. 3,50 Euro | Schüler (16–20 J.) 1,50 Euro

Besucherinformation
Stand der Klassik Stiftung Weimar in der Tourist-Information
Markt 10 | 99423 Weimar
Tel +49(0) 3643 | 545-400
Fax +49(0) 3643 | 419816
info@klassik-stiftung.de
svdmzweb01.klassik-stiftung.de

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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