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»Was Goethe versäumt hat« – Nächstes Konzert in der Reihe »Klingendes Schloss« widmet sich dem Frühwerk Franz Schuberts

Programmübersicht

Am Sonntag, 13. September, um 11 Uhr findet in der Falkengalerie des Weimarer Stadtschlosses das nächste Konzert in der Reihe »Klingendes Schloss« statt. Im Mittelpunkt der Matinee stehen unter dem Titel »Was Goethe versäumt hat« gewichtige Kompositionen aus dem Frühwerk Franz Schuberts. In klanglich authentischer Besetzung bringen die international renommierten Solisten und Kammermusiker Marietta Zumbült (Sopran), Friedemann Eichhorn (Violine), Alexia Eichhorn (Viola), Peter Hörr (Violoncello), Christoph Schmidt (Kontrabass) und Liese Klahn (Hammerflügel) Lieder und Kammermusik des jungen Schubert zur Aufführung, darunter das Forellen-Quintett, die Violinsonate g-moll und »Die Forelle«. Erstmals erklingt nach sorgfältiger Restaurierung im Jahr 2011 ein Hammerflügel der Werkstatt Nannette und Johann Baptist Streicher (Wien 1825) aus der Sammlung der Klassik Stiftung Weimar im öffentlichen Konzert.

1816 ließ Goethe eine Sendung ihm gewidmeter Lieder des jungen Franz Schubert (1797–1828) ungeöffnet nach Wien zurückschicken – nicht ahnend, dass Schubert wie kein anderer Komponist mit seinem Liedschaffen den Namen des Dichters und viele seiner Gedichte in alle Welt tragen würde. Unter dem Titel »Was Goethe versäumt hat« widmet die Klassik Stiftung Schubert im Rahmen der Reihe »Klingendes Schloss« in den kommenden Jahren mehrere Konzerte.

Marietta Zumbült studierte Gesang und Musiktheater an der Folkwang Universität der Künste Essen und an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. 1986 wurde sie mit einem Stipendium des Richard-Wagner-Verbandes Essen ausgezeichnet. Nach einem ersten Engagement ab 1993 am Theater Brandenburg war Marietta Zumbült von 1997 bis 2009 als lyrischer Sopran am Deutschen Nationaltheater Weimar tätig. Eine rege Gastspieltätigkeit führt sie durch ganz Europa. Sie arbeitet mit namhaften Dirigenten wie George Alexander Albrecht, Jörg Straube, Christopher Hogwood, Reinhard Goebel und Jörg Peter Weigle. Marietta Zumbült ist ständiger Gast bei zahlreichen Festivals. Sie lehrt an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar.

Friedemann Eichhorn studierte Violine an der Musikhochschule Mannheim, an der International-Menuhin-Music-Academy in Gstaad und als DAAD-Stipendiat an der Juilliard School New York. Er war Konzertmeister beim Staatstheater Mainz und lehrte an der Folkwang Hochschule Essen-Duisburg. 2002 wurde er als Professor an die Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar berufen. Friedemann Eichhorn konzertiert mit renommierten Orchestern wie dem SWR-Rundfunkorchester und den St. Petersburger Philharmonikern und gastiert in Musikzentren wie dem Gasteig München, dem Schauspielhaus Berlin sowie auf zahlreichen Festivals. Als Kammermusiker arbeitete er mit Gidon Kremer und Yuri Bashmet zusammen, als Solist konzertierte er u.a. unter der Leitung von Lord Yehudi Menuhin.

Nach ihrem Studium an den Musikhochschulen in Mannheim, Saarbrücken, der Menuhin Academy Gstaad und als Stipendiatin an der Guildhall School in London bekleidete Alexia Eichhorn Konzertmeisterpositionen bei den Stuttgarter Philharmonikern und Hofer Symphonikern. Als Solistin und Kammermusikerin konzertiert sie auf internationalen Musikfestivals und in renommierten Konzertreihen. Auszeichnungen erhielt sie u.a. vom Bayerischen Kulturfonds und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst. Im Jahr 2015 erhielt sie gemeinsam mit ihrem Mann Friedemann Eichhorn den rheinland-pfälzischen Kulturpreis der Ike und Berthold Roland-Stiftung. Alexia Eichhorn lehrt an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar.

Der Cellist und Dirigent Peter Hörr studierte an der Musikakademie der Stadt Basel und der Schola Cantorum Basiliensis. Mit 23 Jahren wurde er Professor für Violoncello und Kammermusik an der Hochschule der Künste in Bern. Als gefragter Pädagoge gibt er Meisterklassen auf allen Kontinenten und lehrt derzeit als Professor für Violoncello an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn-Bartholdy« Leipzig. Peter Hörr war bis 2011 Intendant des internationalen Musikfestivals »WestfalenClassics«, das er 2005 in Westfalen gründete. Als Dirigent widmet er sich nicht nur Meisterwerken des 18. und 19. Jahrhunderts, sondern setzt sich auch für eine Vielzahl von Komponisten der klassischen Moderne, wie Philipp Jarnach und Walter Braunfels ein.

Christoph Schmidt studierte Kontrabass in Detmold und Frankfurt/Main. Bereits während seines Studiums wurde er Mitglied im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks in München und war dann weitere 10 Jahre 1. Solokontrabassist des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart. 1989 erhielt er den Ruf auf die Professur für Kontrabass an die Hochschule für Musik Würzburg. Später folgten die Musikhochschulen in Mannheim, Detmold und Frankfurt/Main, wo er heute unterrichtet. Neben regelmäßigen Konzertreisen und Gastkursen in Europa, Asien sowie Nord- und Südamerika musiziert er in verschiedenen Kammermusikformationen und seit über 20 Jahren im Orchester der Bayreuther Festspiele.

Die Pianistin Liese Klahn erhielt ihre solistische Ausbildung bei Eliza Hansen und Karl-Heinz Kämmerling. Mit dem 1988 gegründeten »ensemble incanto« konzertierte sie bei internationalen Festivals und unternahm Tourneen in die USA, nach Südamerika und in den Nahen Osten. Als Kammermusikerin arbeitete sie u. a. mit Sabine Meyer und dem Wiener Streichsextett, als Liedpianistin mit Thomas Quasthoff, Christiane Iven, Juliane Banse, Christiane Karg, Stephan Genz und Konrad Jarnot. Seit 2002 ist sie künstlerische Leiterin von »MelosLogos«, dem Festival für Musik und Literatur der Klassik Stiftung Weimar, seit 2015 leitet sie außerdem die Konzertreihe »Klingendes Schloss« der Stiftung.

Prof. Dr. Peter Gülke über Goethes »Versäumnisse« im Blog der Klassik Stiftung

Programm
Die Forelle (Schubart), D 550 (1817–1821)
Kennst du das Land wo die Zitronen blühn (Goethe), D 321 (1816)
Erster Verlust (Goethe), D 226 (1815)
Gretchen am Spinnrad (Goethe), D 118 (1814)

Nachtstück (Mayrhofer), D 672 (1819-1823)
Du bist die Ruh (Rückert), D 776 (1823)

Sonate g-moll D 408 (1816)
Allegro giusto
Andante
Menuetto – Trio
Allegro moderato

– Pause –

Quintett A-Dur für Klavier, Violine, Viola, Violoncello und Bass
Die Forelle, D 667 (1819)
Allegro vivace
Andante
Scherzo. Presto
Thema und Variationen
Finale. Allegro giusto

Veranstaltungsdaten
Konzertreihe »Klingendes Schloss«
Was Goethe in Weimar versäumt hat: Schubert in Weimar II
Sonntag, 13. September 2015 | 11 Uhr
Stadtschloss Weimar, Falkengalerie
Burgplatz 4 | 99423 Weimar

Eintritt Erw. 18 Euro, erm. 12 Euro

Besucherinformation
Stand der Klassik Stiftung Weimar in der Tourist-Information
Markt 10 | 99423 Weimar
TEL +49 (0) 3643 | 545-400
FAX +49 (0) 3643 | 41 98 16
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