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»Weimar-Dialog 2015«: Zum Auftakt der Gesprächsreihe zum 25. Jahrestag der Wiedervereinigung erwartet die Klassik Stiftung Brigitta Kögler, Hans Modrow und Roland Jahn

Zum 25. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung präsentiert die Klassik Stiftung Weimar gemeinsam mit der kulturdienst: GmbH und der Thüringischen Landeszeitung die Gesprächsreihe »Weimar-Dialog 2015« mit Zeitzeugen der politischen Wende in Deutschland. Den Auftakt am 15. März um 17 Uhr bildet im Studienzentrum der Herzogin Anna Amalia Bibliothek ein Gespräch zur ersten und letzten freien Volkskammerwahl der DDR, die am 18. März 1990 stattfand. Es diskutieren die damalige Abgeordnete Brigitta Kögler, der letzte Vorsitzende des Ministerrates der DDR, Hans Modrow, sowie der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik, Roland Jahn. Moderiert wird die Runde von der stellvertretenden Chefredakteurin der TLZ, Gerlinde Sommer, und Martin Kranz, kulturdienst: GmbH. Der Eintritt ist frei. Der Saal öffnet eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn. Anmeldungen nimmt die Klassik Stiftung über veranstaltungen@klassik-stiftung.de entgegen.

Brigitta Kögler, geboren 1944, studierte Rechtswissenschaften in Jena und wurde schon als Jugendliche vom Ministerium für Staatssicherheit überwacht. Die Bespitzelung kulminierte 1988 in einem Berufsverbot und der Aufforderung aus der DDR auszureisen. Sie wurde daraufhin als Bürgerrechtlerin aktiv und 1990 Abgeordnete in der Volkskammer für den Demokratischen Aufbruch. Sie gehörte 1989/90 zum Zentralen Runden Tisch in Berlin. Heute ist sie wieder als Rechtsanwältin tätig und lebt in Jena.

Hans Modrow wurde nach seiner Entlassung aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft im Jahr 1949 Mitglied der SED. Während seines Studiums begleitete er verschiedene politische Ämter in der DDR und war ab 1958 Mitglied der Volkskammer, später auch Mitglied im Zentralkomitee der SED. Nach der Wiedervereinigung war Modrow Abgeordneter im Bundestag und von 1999 bis 2004 Mitglied des Europaparlaments. Er lebt in Berlin und ist Vorsitzender des Ältestenrates der Partei Die Linke.

Der heutige Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik, Roland Jahn, wurde 1953 in Jena geboren. Während des Studiums organisierte er unter anderem Proteste gegen die Ausbürgerung des Sängers Wolf Biermann und wurde deshalb exmatrikuliert. Er war Mitbegründer der oppositionellen Gruppe »Friedensgemeinschaft Jena« und wurde daraufhin 1983 gewaltsam ausgebürgert. Auch aus der BRD unterstützte er weiterhin die Demokratiebewegung in der DDR. Bis zu seiner Wahl zum Bundesbeauftragten 2011 arbeitete er als Journalist und Redakteur des TV-Magazins »Kontraste«.

Veranstaltungsdaten
Gesprächsreihe »Weimar-Dialog 2015«:
»Auf dem Weg zur Einheit - Die erste freie Volkskammerwahl«
Gespräch mit Hans Modrow, Brigitta Kögler und Roland Jahn
Moderation: Gerlinde Sommer, stellv. Chefredakteurin TLZ, und Martin Kranz, kulturdienst: GmbH
Sonntag, 15. März 2015 | 17 bis 19 Uhr
Herzogin Anna Amalia Bibliothek| Studienzentrum
Platz der Demokratie 4 | 99423 Weimar

Weitere Termine zur Gesprächsreihe 2015, jeweils 17 Uhr im Studienzentrum der Herzogin Anna Amalia Bibliothek (falls nicht anders angegeben):
15. März 2015
26. April 2015
28. Juni 2015
27. September 2015
29. November 2015

Informationen zu den Terminen, Themen und Gesprächsgästen finden Sie in Kürze auf svdmzweb01.klassik-stiftung.de

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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