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Weimarer Grundsteinlegungen


Am Tag der Grundsteinlegung für den Erweiterungsbau der Herzogin Anna Amalia Bibliothek im Weimarer Stadtzentrum hat der Stiftungsrat der Stiftung Weimarer Klassik auch über eine Erweiterung anderer Art entschieden. Die Stiftung Weimarer Klassik und die Kunstsammlungen zu Weimar werden zum 1. Januar 2003 fusionieren. In einer gemeinsamen Stiftung, über deren Namensgebung noch nicht abschließend verhandelt wurde, sollen die miteinander korrespondierenden und sich ergänzenden Sammlungen beider Häuser neu geordnet und in ihrem historischen, von der Aufklärung bis zur Gegenwart reichenden Zusammenhang besser erfahrbar werden.
Das Strukturmodell der erweiterten Stiftung sieht sechs Direktionen sowie fünf Bereiche mit übergreifenden Aufgaben vor. Zu den Direktionen gehören 1. das Goethe-Nationalmuseum und die Kunstsammlungen, 2. die Bauten und Gärten, 3. das Goethe- und Schiller-Archiv, 4. die Herzogin Anna Amalia Bibliothek, 5. die Forschung und Bildung sowie 6. die Verwaltung. Die Stellen der Direktoren für das Goethe-Nationalmuseum und die Kunstsammlungen sowie für die Bauten und Gärten werden umgehend ausgeschrieben und sollen noch in diesem Jahr besetzt werden. Insgesamt wird die neue Stiftung über 306,5 Stellen verfügen. Die jährlichen Zuschüsse für den Verwaltungshaushalt liegen bei ca. 14, 3 Millionen Euro. Sie wurden in einem noch im Dezember 2001 vom Bund, dem Land Thüringen und der Stadt Weimar unterzeichneten Finanzierungsabkommen zunächst bis 2006 festgeschrieben.
Stiftungspräsident Hellmut Seemann sieht für die neue Stiftung mit ihren erweiterten Möglichkeiten die Chance, sich zu einem international ausstrahlenden Zentrum der Kultur, der Wissenschaft und der Bildung zu entwickeln. Verstärkt habe die Stiftung der Tatsache Rechnung zu tragen, daß schon heute und mehr noch in der Zukunft nicht mehr davon ausgegangen werden kann, daß bestimmte soziale Milieus unserer Gesellschaft die Menschen hervorbringen, die sich gleichsam naturgemäß für die Gegenstände des kulturellen Erbes von Weimar interessieren. Die Stiftung werde deshalb zunehmend Projekte für die kulturelle Bildung und die ästhetische Erziehung machen. Der Beschluß des Stiftungsrates, jetzt mit der Planung der Rekonstruktion des Wielandgutes in Oßmannstedt zu beginnen, sei auch in diesem Zusammenhang zu sehen. Das stark renovierungsbedürftige Gut soll über ein Wieland-Museum und eine Wieland-Forschungsstelle hinaus zu
einem Zentrum der von der Stiftung ins Auge gefaßten Bildungsprojekte werden. Rund 1,8 Millionen Euro werden für den ersten Bauabschnitt notwendig sein.
Den Gesamtinvestitionsbedarf der neuen Stiftung beziffert der Stiftungspräsident mit rund 100 Millionen Euro. Etwa 33 Millionen werden allein für die Erweiterung und die anschließende Sanierung der Herzogin Anna Amalia Bibliothek gebraucht.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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