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Wichtiges Etappenziel für das neue Bauhaus-Museum erreicht: Stiftungsrat der Klassik Stiftung stellt Weichen für Vertragsunterzeichnung mit der Stadt Weimar

In seiner heutigen Sitzung hat der Stiftungsrat der Klassik Stiftung Weimar den Sachstand zum neuen Bauhaus-Museum zur Kenntnis genommen. Die Stiftung kann jetzt die für die Regelung der Verantwortlichkeiten auf dem Museumsareal notwendigen Verträge mit der Stadt Weimar rechtsverbindlich unterschreiben. Diese Verträge konkretisieren die Vereinbarung zwischen Stadt und Stiftung aus dem Jahr 2010. Sie regeln

  1. die Größe des Grundstücks, das die Stadt für das Museum auf die Stiftung überträgt,
  2. die erforderlichen städtebaulichen Maßnahmen im Vorfeld des Museumsneubaus,
  3. die Zuständigkeiten für die Durchführung dieser Maßnahmen.

Der Vorsitzende des Stiftungsrates, Thüringens Kulturminister Christoph Matschie, betont: »Mit dem vorgesehenen Abschluss der Verträge zwischen Stadt und Stiftung gehen wir einen weiteren Schritt zur Realisierung des Bauhaus-Museums in Weimar. Ich danke der Stadt für ihr Engagement bei der Schaffung von städtebaulichen Voraussetzungen. Ich bin überzeugt, dass der Neubau des Bauhaus-Museums nachhaltig dazu beitragen wird, das Areal als Topografie der Moderne neu zu gestalten. Für unsere kulturelle Landschaft wie auch für die Stadt Weimar bringt das einen kräftigen Impuls.« Konkret wird die Stadt Weimar der Klassik Stiftung unentgeltlich ein Grundstück samt Abstandsflächen in einer Gesamtgröße von ca. 4.200 qm für den Neubau des Bauhaus-Museums übertragen. Die Stadt verpflichtet sich, die vor dem Bau des Museums erforderlichen städtebaulichen Maßnahmen durchzuführen. Diese betreffen die Verlegung der Straßen, den Rückbau der Tiefgaragenzufahrt zum congress centrum neue weimarhalle sowie den Rückbau und die Neuverlegung von Leitungen für technische Medien.

Zum Hintergrund
Nach einem Architekturwettbewerb, der mit 536 Teilnehmern weltweit große Resonanz fand, hatte sich im Sommer 2012 der Museums-Entwurf von Prof. Heike Hanada mit Prof. Benedict Tonon durchgesetzt. Er positioniert einen geometrisch klaren Körper als starken Solitär am Rande des Weimarhallenparks. Die Stadt Weimar beschloss nach dem Ende des Wettbewerbs, einen Bebauungsplan für das Gelände des Bauhaus-Museums aufzulegen, der die notwendige Neugestaltung des Quartiers planungsrechtlich sichern wird. Parallel dazu bindet die Klassik Stiftung die erforderlichen Fachplaner, um die Vor- und Entwurfsplanung für den Museumsneubau zu erstellen und 2014 die Baugenehmigungsfähigkeit für die Maßnahme beantragen zu können. Der erste Spatenstich für das Museum wird unmittelbar nach Fertigstellung der erforderlichen städtischen Baumaßnahmen auf dem Gelände erfolgen. Nach derzeitiger Planung kann dieser Zeitpunkt Ende 2015 liegen. Nach einer Bauzeit von zwei Jahren kann das Museum dann 2018 eröffnet werden. Weitere Informationen unter: www.bauhausmuseumweimar.de

Darüber hinaus nahm der Stiftungsrat die auf Grundlage des Gesamtkonzeptes »Kosmos Weimar« fortgeschriebene Bauleitplanung für die Entwicklung der Stiftungsliegenschaften innerhalb der nächsten zehn Jahre zur Kenntnis. Das dem Stiftungsrat erstmals im November 2012 vorgelegte Fachkonzept stellt alle Liegenschaften der Klassik Stiftung dar. Es geht dabei zunächst vom aktuellen baulichen Zustand und der gegenwärtigen Nutzung aus und benennt in einem zweiten Schritt diejenigen Maßnahmen, die zur Instandsetzung und Modernisierung sowie zur Realisierung künftiger Nutzungen erforderlich sind. Eckpunkte für die nächsten Jahre sind die Planungen für das Stadtschloss, Goethes Wohnhaus und natürlich für das Bauhaus-Museum.

Weiterhin war der Forschungsverbund Marbach-Weimar-Wolfenbüttel Thema der Stiftungsratssitzung. Nachdem das Deutsche Literaturarchiv Marbach, die Klassik Stiftung Weimar und die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel am 1. September 2012 ein Vorbereitungsjahr für den Verbund begonnen hatten, bestätigte jetzt das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Gesamtarchitektur der Kooperation und ihre finanzielle Ausstattung. Für den Verbund stehen bis August 2018 rund zehn Millionen Euro zur Verfügung. Kürzlich wurden zentrale Positionen wie die Geschäftsführung und die Wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die drei Forschungsprojekte »Autorenbibliotheken: Materialität – Wissensordnung – Performanz«, »Bildpolitik: Das Autorenporträt als ikonographische Autorisierung« sowie »Text und Rahmen: Präsentationsmodi kanonischer Werke« international ausgeschrieben. Auch ist unter www.mww-forschung.de nunmehr die Website des Forschungsverbundes online.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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